Werden künftig Sozialarbeiter statt Polizisten in Bürger-Konflikte geschickt?

Chemnitz - Linke und SPD in Chemnitz wollen künftig Sozialarbeiter in Bürger-Konflikte schicken. Für den Polizisten und CDU-Ortverbandsvorsitzenden von Gablenz-Nordost, Michael Specht (33), "ein schlechter Witz".

Mehr Polizei und Ordnungsdienst statt Sozialarbeiter: Michael Specht (33).
Mehr Polizei und Ordnungsdienst statt Sozialarbeiter: Michael Specht (33).  © Maik Börner

Die beiden Parteien regen in einem Antrag an den Stadtrat an, Streetworker, Drogenberater und Betreuer von Wohnungsgesellschaften zu bündeln. Gemeinsam sollen die Sozialarbeiter mit den Verursachern von Lärmbeschwerden, Alkoholgelagen auf Spielplätzen oder von Vandalismus in Parks reden und eine Lösung suchen, bevor Stadtordnungsdienst oder Polizei einschreiten.

Für Michael Specht die falsche Reihenfolge: "Gegenüber Streetworkern ist die Forderung unverantwortlich, da sie weder die Einsatzmittel noch die Befugnisse haben, um derartige Situationen zu klären. Vielmehr begeben sie sich noch selbst in Gefahr."

Die Lösung für den CDU-Politiker lautet: "Wenn der Bürger in einer Gefahrensituation die 110 anruft, hat er ein Recht darauf, dass ein Polizist kommt, um zu helfen. Wenn akute Konflikte beruhigt sind, kann auf weitergehende Hilfe durch Sozialarbeiter verwiesen werden."

Die Stadt müsse ihre Streifen verstärken, um zum Beispiel Ruhestörungen zu klären. Michael Specht: "Wenn der Stadtordnungsdienst um 22.30 Uhr nach Hause geht, bleibt es natürlich an der Polizei hängen."

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