"Kampftag" von Pro Chemnitz empört linke Demonstranten

Chemnitz - Droht am 9. November ein Krieg zwischen links und rechts in der Innenstadt?

Schockiert: DGB-Chef Ralf Hron (50).
Schockiert: DGB-Chef Ralf Hron (50).  © Imago

Während sich mehrere Bündnisse der Demo von Pro Chemnitz und der Gruppe "Heimat und Tradition Chemnitz-Erzgebirge" in der Brückenstraße entgegenstellen, spricht Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (41) von einem "Kampftag".

Die Formulierung sorgt für helle Aufregung bei Gegendemonstranten. Henry Lewkowitz (28) vom Netzwerk "Leipzig nimmt Platz", das ebenfalls nach Chemnitz reisen wird, sagte schockiert: "Das kann man als Kampfansage sehen. Gewalt ist am 9. November nicht auszuschließen."

Entsetzt reagierte auch Ralf Hron (50), Chef des DGB Südwestsachsen. "Der 9. November ist für uns Ostdeutsche ein sehr emotionaler Tag. Martin Kohlmann ist nach dieser Aussage ein Fall für den Arzt."

Einsatzkräfte bereiten sich auf eine große Demo auf der Kreuzung Brückenstraße/Straße der Nationen vor. Zur Kundgebung "Solidarität statt Rassismus" (15 bis 21 Uhr) von "Aufstehen gegen Rassismus" stoßen ab 16.30 Uhr Teilnehmer des Täterspuren-Rundgangs von "Chemnitz nazifrei", ab 17 Uhr die Jusos und ab 18.30 Uhr die Teilnehmer an "Lichterwege".

Pro Chemnitz ruft ab 18.30 Uhr zur Demo "Wir alle sind die Wende" am Rondell in der Brückenstraße auf.

Die geplanten Demonstrationen am 9. November halten Chemnitz in Atem.
Die geplanten Demonstrationen am 9. November halten Chemnitz in Atem.  © DPA

Titelfoto: DPA

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