"Die Kippa bleibt": Jüdische Kultur-Aktion im Kraftwerk und Schalom

Chemnitz - "Judenschwein!"-Rufe ertragen, angespuckt und angehupt werden: Uwe Dziuballa (63), Besitzer des jüdischen Restaurants "Schalom", erlebt solche Vorfälle regelmäßig. Trotzdem - oder gerade deshalb - trägt er seine Kippa.

Ute Kiehn-Dziuballa (64) mit Ehemann Uwe Dziuballa (53) - seine Kippa bleibt auch auf.
Ute Kiehn-Dziuballa (64) mit Ehemann Uwe Dziuballa (53) - seine Kippa bleibt auch auf.  © Maik Börner

Gemeinsam mit Ehefrau Ute Kiehn-Dziuballa (64), stellvertretende Geschäftsführerin des Kraftwerk e.V., hat er nun die Aktion "Die Kippa bleibt" ins Leben gerufen. "Als Message sozusagen, um auf die Vorfälle des vergangenen Sommers in Chemnitz, aber auch bundesweit, wie beispielsweise in Berlin, zu reagieren", betont Kiehn-Dziuballa.

Am 29. April ist der Beginn der Veranstaltungsreihe. Die Band "Rhozinkes" spielt Klezmer, eine aus dem aschkenasischen Judentum stammende jüdische Volksmusik. Los geht es um 18 Uhr im großen Kraftwerk-Saal. Der Eintritt ist frei. "Uns ist wichtig, dass jeder freien Zugang zu unseren Veranstaltungen hat", so die Organisatoren.

Geplant sind außerdem szenische Lesungen, eine Filmvorführung, Gesprächsabende sowie eine Ausstellung. Veranstaltungsort ist jeweils das Restaurant "Schalom" oder das Kraftwerk.

Die erste Veranstaltung findet Ende April im Kraftwerk statt.
Die erste Veranstaltung findet Ende April im Kraftwerk statt.  © Maik Börner

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