Feuerwehr im Dauerstress! Deshalb knicken jetzt die Bäume um

Chemnitz - Alarmstufe Weiß: In Chemnitz stürzten unter der großen Schneelast mehrere Bäume um. Das "Kellerhaus" am Schlossberg entging nur knapp einer Katastrophe. Förster Ullrich Göthel (49) warnt Spaziergänger vor weiterem Schneebruch.

Mitarbeiter der Stadt häckselten die Brucheiche am Schlossberg.
Mitarbeiter der Stadt häckselten die Brucheiche am Schlossberg.  © Kristin Schmidt

Am späten Sonntag knickte am "Kellerhaus" eine alte Eiche um und traf ein Nebengebäude (TAG24 berichtete) Das älteste Lokal von Chemnitz (17. Jahrhundert) selbst wurde nicht beschädigt, zum Glück gab es keine Verletzten.

Der Dresdner Botanik-Professor Andreas Roloff (63) rechnet mit weiteren Unglücken, weil die Schneebruchgefahr größer ist als in anderen Jahren: "Das Problem ist die Temperatur. Knapp um die null Grad schmilzt und gefriert der Schnee in den Baumkronen. So wird die Last immer größer."

Förster Göthel warnt: "Spaziergänger sollten offenen Auges und offenen Verstandes durch Wälder, Parks oder Alleen laufen. Wenn ein Baum gefährlich aussieht, sollte man lieber einen Umweg machen."

Die Stadt versucht das Risiko mit Extra-Kontrollen von Bäumen zu senken. Das gilt vor allem für Grünflächen wie Schloßberg- und Schönherrpark.

Eine Eiche war am Abend vor dem "Kellerhaus" umgeknickt.
Eine Eiche war am Abend vor dem "Kellerhaus" umgeknickt.  © Jan Härtel / Härtelpress

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