Chemnitz schüttet das Füllhorn aus: Mit 1,8 Mrd. Euro den größten Haushalt aller Zeiten

Chemnitz - Volle Kassen: Chemnitz gibt so viel Geld aus wie noch nie. Bis Ende 2020 wechseln 1,8 Milliarden Euro den Besitzer. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (56, SPD) warnt aber: "Es kommen auch wieder schlechte Zeiten."

OB Barbara Ludwig (56, SPD).
OB Barbara Ludwig (56, SPD).  © Uwe Meinhold

Gute Nachricht für die Infrastruktur: Chemnitz möbelt seine maroden Straßen und Brücken auf, will 2019 und 2020 für insgesamt 50 Millionen Euro sanieren. "Das muss gut koordiniert werden", so die OB. Denn Staus nerven die Chemnitzer laut der ersten Bürgerumfrage mit am meisten.

Weitere Schwerpunkte sind Sanierung und Neubau von Schulen und Kitas (knapp 70 Millionen Euro in zwei Jahren), die städtischen Theater (der Zuschuss steigt von 27,4 Millionen Euro auf über 32 Millionen Euro pro Jahr) oder auch die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt (700.000 Euro bis 2020).

Neuer Schwerpunkt ist das Thema Sicherheit. Das lässt sich die Stadt jährlich rund 2,1 Millionen Euro kosten. Auch weil der Stadtordnungsdienst von 22 auf 35 Mann aufgestockt wird.

"Wir können so viele Ressourcen verteilen wie noch nie", freut sich Barbara Ludwig. Kämmerer Sven Schulze (45, SPD): "Den größten städtischen Haushalt, den es je gab, soll der Stadtrat am 19. Dezember beschließen." Bis dahin dürften die Fraktionen allerdings noch einige zusätzliche Forderungen aufmachen.

1345 Seiten dick und 1,8 Milliarden Euro schwer: Kämmerer Sven Schulze (45, SPD) präsentiert den Stadträten Donnerstag den Doppelhaushalt 2019/2020.
1345 Seiten dick und 1,8 Milliarden Euro schwer: Kämmerer Sven Schulze (45, SPD) präsentiert den Stadträten Donnerstag den Doppelhaushalt 2019/2020.  © Uwe Meinhold
Acht Schwerpunkte sieht das Rathaus in den kommenden zwei Jahren. Dazu zählt der Straßenbau.
Acht Schwerpunkte sieht das Rathaus in den kommenden zwei Jahren. Dazu zählt der Straßenbau.  © Uwe Meinhold
Mehr Sicherheit: Der Stadtordnungsdienst wird von 22 auf 35 Stellen aufgestockt.
Mehr Sicherheit: Der Stadtordnungsdienst wird von 22 auf 35 Stellen aufgestockt.  © Härtelpress
Die Zuschüsse für das Theater steigen deutlich an. Ein Grund: Die Mitarbeiter werden wieder nach Tarif bezahlt.
Die Zuschüsse für das Theater steigen deutlich an. Ein Grund: Die Mitarbeiter werden wieder nach Tarif bezahlt.  © Dieter Wuschanski

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