Tankwart in Angst: "Hier muss etwas passieren, bevor ich totgefahren werde!"

Chemnitz - Wildwest in Chemnitz-Süd: Die Lage an der Superbaustelle in der Annaberger Straße spitzt sich zu. Am Morgen verprügelten drei Männer den Chef der BayWa-Tankstelle, Sergej Schumacher (40) - weil er die Durchfahrt unterbinden wollte. Tags zuvor hatte ein weiterer Autofahrer den Tankwart sogar angefahren.

Die geschwollene linke Hand zeugt von der Attacke.
Die geschwollene linke Hand zeugt von der Attacke.  © Bernd Rippert

"Irre, was hier passiert!", tobt Sergej Schumacher. Seit Tagen ist die B 95 in Harthau wegen einer Baustelle gesperrt. Viele Autofahrer nutzen die Tankstelle, um die Absperrung zu umgehen (TAG24 berichtete).

Sehr viele Autos: "Ich zählte Dienstagfrüh 107 Durchfahrer in nur 90 Minuten." Gestern eskalierte die Lage: "Ein blauer Kombi schoss aus Richtung Stadt auf mein Gelände. Ich stellte mich in den Weg, machte das Zeichen für 'langsam' - der Fahrer fuhr mich einfach um."

Drei Südländer stiegen aus. Sergej Schumacher: "Ich fragte sie, ob sie alle Tassen im Schrank haben. Da schlugen und traten sie auf mich ein und brausten davon."

Der Tankwart rief die Polizei, erstattete Anzeige und fuhr zur Behandlung ins Klinikum. "Eine Hand und ein Knie sind dick geschwollen."

Schon am Tag zuvor hatte ein Ehepaar mit seinem Auto den Tankwart angefahren und beschimpft. Verrückt: "Die Frau stieg danach aus, holte an der Schule ihre zwei Kinder ab. Dann fuhren sie wieder weg."

Schumacher fordert von der Stadt dringend Hilfe: "Hier muss etwas passieren, bevor ich totgefahren werde."

"So fuhr mich das blaue Auto um": Tankwart Sergej Schumacher zeigt noch einmal, wie er stürzte.
"So fuhr mich das blaue Auto um": Tankwart Sergej Schumacher zeigt noch einmal, wie er stürzte.  © Bernd Rippert

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