Brutaler Sex-Überfall auf Zeitungsausträgerin

Die Polizei sucht nach dem Sex-Überfall auf die Zeitungsausträgerin Zeugen.
Die Polizei sucht nach dem Sex-Überfall auf die Zeitungsausträgerin Zeugen.

Chemnitz – Der jüngste Überfall auf die Zeitungsausträgerin (51) im Ortsteil Kapellenberg wird immer schlimmer. Erst meldete die Polizei nach den ersten Erkenntnissen „nur“ einen Raub. Doch jetzt korrigierte das Opfer den Vorfall und sprach von einer versuchten Vergewaltigung.

Polizeichef Uwe Reißmann (60) reagierte sofort und setzte eine sechs Mann starke Ermittlungsgruppe auf den dramatischen Fall an.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte die Frau Zeitungspakete an der Packstation zwischen Mozart- und Haydnstraße in ihr Auto geladen.

Ein Mann lief erst vorbei, kehrte aber kurz darauf zurück und zerrte die Zeitungsfrau unvermittelt ins Gebüsch.

Polizeichef Uwe Reißmann (60) setzte eine sechs Mann starke Ermittlungsgruppe auf den dramatischen Fall an.
Polizeichef Uwe Reißmann (60) setzte eine sechs Mann starke Ermittlungsgruppe auf den dramatischen Fall an.

Was jetzt passierte, ist schockierend. Der Mann zog sich eine Maske ins Gesicht, zückte ein Messer und bedrohte das Opfer. Der Unhold versuchte der Frau die Hose runterzuziehen und sie zu vergewaltigen. Doch er erwischte nur das Handy der Frau (Wert: unter zehn Euro).

Die Frau schrie um ihr Leben und hatte Glück. In dem Moment fuhr zufällig ein Polizeiauto vorbei. Der Verbrecher geriet in Panik, ließ von seinem Opfer ab und rannte auf der linken Seite der Neefestraße stadteinwärts.

Eine sofortige Fahndung der Polizei blieb erfolglos. Der Täter soll nach Aussage des Opfers nordafrikanisch aussehen. Er ist etwa Mitte 20, rund 1,70 Meter groß. Er trug eine blaue langärmlige Jacke und eine beige Dreiviertelhose. Seine Haare seien halblang, glatt und schwarz.

Eine sofort gegründete Ermittlungsgruppe mit immerhin sechs Beamten soll den Täter nun finden. Polizeisprecherin Jana Kindt begründete diesen großen Schritt: „Das ist eine besonders schwere Straftat. Uns ist es wichtig, entschlossen zu ermitteln und gleich Vollgas zu geben. Die ersten Ermittlungen sind immer die wichtigsten.“

Zudem wisse die Polizei um die Brisanz des Falles und wolle auch nach außen dokumentieren, dass sie solche Taten mit aller Kraft verfolgt.

Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können, sollen sich bei der Kripo unter Telefon 0371/3873445 melden.

Fotos: dpa, Haertelpress


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