Chemnitzer flüchten aus dem Heckert...

Eine Grafik des FOG-Instituts zeigt die Einwohnerentwicklung in ausgewählten Stadtteilen.
Eine Grafik des FOG-Instituts zeigt die Einwohnerentwicklung in ausgewählten Stadtteilen.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Zentrumsnahe Stadtteile werden immer beliebter. Die Markersdorfer Platte hat dagegen in den vergangenen 25 Jahren die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Das Chemnitzer Institut für Markt- und Sozialforschung FOG sagt: Die Re-Urbanisierung gelingt.

Steil nach unten geht es mit der Einwohnerzahl in Markersdorf. Lebten 1991 knapp 25.000 Menschen dort, sind es nur noch etwa 13.000. Das belegen Zahlen der Stadt, die das FOG-Institut für Markt- und Sozialforschung ausgewertet hat.

"Dafür entwickeln sich zentrumsnahe Stadtteile sehr gut", sagt FOG-Chef Ulrich Weiser (35). Die Einwohnerzahl des Kaßbergs zeigt seit 1995 nach oben - von 14.000 auf rund 17.500.

Positiv entwickelt sich das langjährige Chemnitzer Sorgenkind: Immer mehr Menschen ziehen auf den Sonnenberg. Der hat rund 14.500 Einwohner. Das sind zwar rund 5000 weniger als 1991. Aber die Kurve zeigt leicht nach oben.

Auch das Zentrum zieht wieder an. Ab 1991 fielen die Einwohnerzahlen, seit fünf Jahren steigen sie wieder leicht. Knapp 13.000 Menschen derzeit leben dort.

In der Chemnitzer Kernstadt (Zentrum, Kaßberg, Schloßchemnitz, Sonnenberg, Lutherviertel, Hilbersdorf, Bernsdorf und Kapellenberg) wohnen insgesamt 89.000 Menschen.

"2015 ist die Anzahl gestiegen um etwa 5000 Menschen", so FOG-Institutsleiter Ulrich Weiser. Die Stadt Chemnitz hatte mit Stand 31.12.2014 rund 243.000 Einwohner.

Die Einwohnerzahl auf dem Sonnenberg wächst wieder.
Die Einwohnerzahl auf dem Sonnenberg wächst wieder.
Der Kaßberger Altbau ist beliebt. Die Verkehrsbelastung aber weiter hoch.
Der Kaßberger Altbau ist beliebt. Die Verkehrsbelastung aber weiter hoch.

Fotos: Markus Müller, Kristin Schmidt, Matthias Lippmann


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