Kommt der Sozialismus-Brunnen doch nicht zurück?

Der Brunnen "Jugend im Sozialismus" stand bis 1999 an der Theaterstraße. Die 
136 Emailleplatten sollen an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Der Brunnen "Jugend im Sozialismus" stand bis 1999 an der Theaterstraße. Die 136 Emailleplatten sollen an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Chemnitz - Die SPD-Fraktion bremst Pläne, den Brunnen "Jugend im Sozialismus" aus der Versenkung zu holen.

"Die Wiedererrichtung ist für uns nur dann ein Thema, wenn sich eine Art Patenschaft für den Brunnen finden ließe", sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Stefan Kraatz (36). Er betont, dass die Idee, den Brunnen "Jugend im Sozialismus" wieder aufzubauen, von Linken und Grünen stammt, nicht aber von der SPD.

Brunnen-Paten sichern seit Jahren schon den Betrieb verschiedener Fontänen. Sie kommen etwa für Wasserkosten auf. Die Wiedererrichtung des 1999 abgebauten Brunnens "Jugend im Sozialismus" würde 60 000 Euro kosten - Betriebskosten nicht inbegriffen.

Zur Stadtrats-Entscheidung im August 2016 war SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Müller (52) gegen die Pläne von Linken und Grünen. Die Ressourcen sollten besser für den neuen Marktbrunnen und die Betreibung vorhandener Wasserspiele genutzt werden.

Ob der Sozialismus-Brunnen aus der Versenkung geholt wird, ist derzeit völlig offen.


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