Nach Massenschlägerei und Stadtfest-Abbruch: Jetzt spricht die Polizei

Vor allem rund um das Marx-Monument war die Polizei verstärkt im Einsatz.
Vor allem rund um das Marx-Monument war die Polizei verstärkt im Einsatz.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Rund 260.000 Besucher feierten am Wochenende auf dem Chemnitzer Stadtfest. Die größte Party der Stadt stand aber vor allem wegen Polizeieinsätzen in den Schlagzeiten. Nun zieht die Polizei Bilanz.

Bis zum Sonntagabend wurden insgesamt 27 Straftaten (2016: 25) und eine Ordnungswidrigkeit angezeigt. Der größten Teil davon waren Körperverletzungen (14, im Vorjahr 12) und Diebstähle (wie 2016 insgesamt sieben).

"Die anderen Anzeigen betreffen Bedrohungen, sexuelle Belästigung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Ordnungswidrigkeit war ein Verstoß gegen die Luftverkehrsordnung im Zusammenhang mit einem nicht genehmigten Drohnenflug", so eine Polizeisprecherin. Außerdem setzte die Polizei mehr als 100 Platzverweise durch.

Einsatzschwerpunkt war die Brückenstraße. "Hier kam es an allen drei Tagen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden an Freitag und Samstag, wiederholt zu Streitereien, die zum Teil mit tätlichen Auseinandersetzungen endeten. Es handelte sich vorwiegend um unter Alkoholeinfluss begangene Körperverletzungsdelikte zwischen verschiedenen Personengruppen unterschiedlicher Nationalitäten", teilte die Polizei am Montag mit.

Am Freitagabend war es dort zu einer Massenschlägerei mit 100 Personen gekommen, 13 davon wurden verletzt. Auch am Samstag drohte rund um das Marx-Monument die Situation zu eskalieren, so dass das Programm auf der dortigen Bühne unterbrochen werden musste.

Die Täter wurden überwiegend als Ausländer und Asylbewerber beschrieben, unter anderem aus Libyen und Syrien und vereinzelte Deutsche.

Die Polizei war insgesamt mit knapp 200 Einsatzkräften beim Stadtfest vor Ort.

Tagsüber war die Brückenstraße eine friedliche Partymeile, abends herrschte hier verstärkte Polizeipräsenz.
Tagsüber war die Brückenstraße eine friedliche Partymeile, abends herrschte hier verstärkte Polizeipräsenz.  © Sven Gleisberg

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