Hier bekommen die Stadt-Sheriffs ihre neue Leitstelle

Bei der Razzia im Stadthallenpark arbeiteten Polizei und Stadtordnungsdienst Hand in Hand.
Bei der Razzia im Stadthallenpark arbeiteten Polizei und Stadtordnungsdienst Hand in Hand.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Jetzt ist offiziell, was MOPO24 bereits im April enthüllt hat: Der Stadtordnungsdienst bekommt eine Leitstelle. Und sogar schneller, als ursprünglich geplant.

Mit Digital-Funk, neuen Schlagstöcken und mehr Personal greift Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (55, parteilos) jetzt durch.

Kein Tag vergeht ohne Krawalle: In 17 Stadtteilen hat das Rathaus 33 Kriminalitätsschwerpunkte ausgemacht. Der Stadtordnungsdienst wird daher 2017 um acht auf 22 Stellen aufgestockt.

In einer Koordinierungsstelle sollen die Einsätze koordiniert. Die neue Leitstelle soll von 6 bis 22 Uhr besetzt sein und ein Ladengeschäft am Wall beziehen.

Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (38) ist gegen eine Null-Toleranz-Politik, aber für die neue Leitstelle.
Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (38) ist gegen eine Null-Toleranz-Politik, aber für die neue Leitstelle.

Auch technisch rüstet Chemnitz auf: 15 Smartphones sind für die Stadt-Sherriffs bereits bestellt. „Der Vollzugsdienst benutzt Analogfunk. Der ASR hat ein digitales Funknetz ausgeschrieben. Daran werden wir uns anschließen“, so Runkel.

Er will zudem Rettungsmehrzweckstöcke abschaffen.

Die Linken unterstützen die Leitstellen-Idee: „Wichtig ist, dass es in Chemnitz keine Null-Toleranz-Politik geben soll. Wir wollen vielmehr mit allen Akteuren Konflikte erkennen, besprechen, vermitteln“, sagt Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (38).

Auch die Forderung nach mehr mobiler Jugendarbeit von Grünen-Stadträtin Petra Zais (59) ist berücksichtigt. Der Stadtrat berät das Konzept am 15. Juni.

Fotos: Christian Suhrbier, haertelpress


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