Chemnitz trödelt bei Friedhofs-Konzept

Chemnitz - Auf dem Städtischen Friedhof gammeln zahlreiche historische Gräber vor sich hin. 80 Prozent der Denkmäler müssen saniert werden. Das kann allerdings dauern, denn das vom Stadtrat beschlossene Konzept verspätet sich um ein Jahr

Will die Sanierung schnell voranbringen: Grünen-Stadtrat Thomas Lehmann (50).
Will die Sanierung schnell voranbringen: Grünen-Stadtrat Thomas Lehmann (50).  © Uwe Meinhold

Eigentlich sollte der Sanierungsplan schon im September 2018 vorliegen. Wie Baubürgermeister Michael Stötzer (46, Grüne) in einer Anfrage von Thomas Lehmann (50, Grüne) mitteilte, kommt das Konzept nun erst im Oktober dieses Jahres.

Die finanziellen Mittel konnten 2018 noch nicht abgesichert werden. "Wir sind zufrieden, dass es endlich losgeht. Das ist eine gute Sache, gerade im Hinblick auf die Kulturhauptstadtbewerbung", sagte Lehmann.

Für die Instandsetzung sind im Haushalt jährlich 50.000 Euro vorgesehen. Das reicht für fünf Gräber. Insgesamt sind 61 Familien- und 21 Ehrengräber auf dem Städtischen Friedhof denkmalgeschützt.

Der Großteil (80 Prozent) ist sicherungs- bzw. restaurierungsbedürftig. Größere Einzelanlagen wie der "Urnentempel" benötigen um die 80.000 Euro für eine umfassende Sanierung.

Auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz stehen mehr als 80 Gräber unter Denkmalschutz. Rund 80 Prozent davon sind sanierungsbedürftig.
Auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz stehen mehr als 80 Gräber unter Denkmalschutz. Rund 80 Prozent davon sind sanierungsbedürftig.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner

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