Chemnitzer Steinzeitsegler in der Türkei

Chemnitz - Vollgesogen mit Meerwasser hievten türkische Spezialisten den Steinzeitsegler "Abora IV" des Chemnitzer Altertumsforschers Dominique Görlitz (53) an der türkischen Südküste an Land.

Flott zur See, schwierig beim Landgang: Türkische Spezialisten holten den Steinzeitsegler "Abora IV" wieder aus dem Wasser.
Flott zur See, schwierig beim Landgang: Türkische Spezialisten holten den Steinzeitsegler "Abora IV" wieder aus dem Wasser.  © Dominique Görlitz

Getrocknet und gereinigt soll das Boot einen Platz im Schifffahrtsmuseum von Patara finden.

1600 Kilometer weit hatten Görlitz und seine zwölfköpfige Crew den Steinzeitsegler aus Schilf vom Schwarzen Meer durch die Dardanellen bis zur türkischen Küste navigiert.

Der Forscher wollte nachweisen, dass schon unsere Steinzeitvorfahren internationalen Handel trieben. Doch fast schwieriger als die Tour war die Bergung des Schiffes. Der 13-Tonnen-Koloss hatte sich mit 35 Tonnen Wasser vollgesogen! Der erste Versuch, das Boot aus dem Wasser zu hieven, scheiterte krachend. Ein zweiter Bergungsversuch mit verschweißten Stahlträgern klappte.

Dominique Görlitz ist glücklich: "Wir danken den Ministerien in Ankara, die keine Kosten und Mühen scheuen, unser Forschungsschiff für die Zukunft zu retten."

Der Chemnitzer Experimentalforscher: Dominique Görlitz erlebte sein vorerst letztes Abenteuer im Schwarzen- und Mittelmeer.
Der Chemnitzer Experimentalforscher: Dominique Görlitz erlebte sein vorerst letztes Abenteuer im Schwarzen- und Mittelmeer.  © Klaus Jedlicka

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