Panik, Depression, Angst, Burnout? Uni eröffnet Ambulanz für Studenten

Chemnitz - Depressionen, Angststörungen, Panik-Attacken: Bei jungen Erwachsenen werden immer häufiger psychische Erkrankungen diagnostiziert. Laut dem aktuellen Arztreport der Barmer ist jeder Vierte betroffen. Im Mai eröffnet die TU deshalb eine Hochschulambulanz.

Wenn Leistungsdruck im Studium krank macht...
Wenn Leistungsdruck im Studium krank macht...  © alexraths/123RF

"Sorgen um die berufliche Zukunft hinterlassen deutliche Spuren, auch bei Studierenden", so Barmer-Landesgeschäftsführer Fabian Magerl. Je älter die Studenten, desto häufiger treten psychische Probleme auf.

Stephan Mühlig (57), Professor für Klinische Psychologie an der TU Chemnitz, bestätigt: "Der Leistungsdruck und die Fokussierung auf Prüfungsnoten sind seit der Bologna-Reform gestiegen."

Aber: "Die Zahlen resultieren auch aus einer höheren Therapie-Bereitschaft." Vor diesem Hintergrund warnt der Chemnitzer Professor eindringlich: "Die zunehmende und vorschnelle Verschreibung von Psychopharmaka wie Ritalin ist aus Sicht der Suchtforschung höchst bedenklich."

Ab Mai nimmt eine psychologische Hochschulambulanz mit drei Psychotherapeuten ihre Arbeit auf. "Dorthin können wir Studenten vermitteln, bei denen eine psychologische Beratung allein nicht ausreicht", so Mühlig.

Die Ambulanz in der Zwickauer Straße 58 steht ebenso anderen Patienten offen und wird künftig auch für Forschung und Lehre genutzt.

Professor Stephan Mühlig (57) von der TU Chemnitz.
Professor Stephan Mühlig (57) von der TU Chemnitz.

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