Entscheidung gefallen: Das passiert mit dem Chemnitzer Super-Blitzer

Chemnitz - Die Stadt Chemnitz hat eine Entscheidung getroffen, was mit dem neuen Super-Blitzer passiert.

Kurzzeitig stand der Super-Blitzer am Südring.
Kurzzeitig stand der Super-Blitzer am Südring.  © Kristin Schmidt

Eigentlich wollte die Stadt schon Anfang August darüber entscheiden, ob der Blitzer gekauft wird oder nicht. Zwei Monate später ist die Entscheidung nun gefallen: Trotz einer Menge Mehreinnahmen, wird das Gerät vorerst nur für weitere drei Monate (Kosten: 15.000 Euro) gemietet.

Der mobile Blitzer steht seit Juni vorwiegend an der Leipziger Straße stadtauswärts, war zwischenzeitlich aber auch schon am Südring auf Höhe Paul-Bertz-Straße und an der Neefestraße.

Innerhalb der ersten acht Wochen tappten fast 14.000 Autofahrer in die moderne Radarfalle, die auch der "Eisberg" genannt wird.

Der Blitzer hat eine unabhängige Stromversorgung auf Basis von Hochleistunsgbatterien, die einen ununterbrochenen Messbetrieb über fünf Tage ermöglichen. Lasertechnik macht es möglich, dass die Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfasst werden können.

Um den Blitzer vor Vandalismus zu schützen, gibt es unter anderem ein Alarmsystem und eine abgedichtete, beschusssichere Hülle.

Kleiner Star im Netz: Super-Blitzer hat eigene Facebook-Seite

Auf Facebook ist mit über 2000 Likes unser Superblitzer bereits ein kleiner Star. Als Inhaber der Seite wird die Stadt mit der Telefonnummer des Ordnungsamtes angegeben.

Zwei junge Männer sind offenbar wirklich dafür verantwortlich. Auf Nachfrage wollen sie ihre Namen jedoch lieber nicht verraten: "Eigentlich war es nur ein Spaß unter uns beiden, diese Seite zu gründen. Sie wurde jedoch besser von unseren Fans angenommen, als wir es gedacht hatten."

Bereits kurz nachdem der Super-Blitzer aufgestellt wurde, ging die Seite online, am 29. Juni. Seitdem erscheinen dort immer wieder neue Fotos vom Standort der Radarfalle mit lustigen Kommentaren oder Grüßen der User. Neue Postings des "Blitzeranhänger Chemnitz" in der Ich-Form sind also keine Seltenheit. Auch "Verwandte" des Super-Blitzers aus anderen Städten tauchen auf der Facebook-Seite auf.

Und übrigens: Getauft wurde das Gerät schon. Und zwar in einer 1-tägigen Umfrage. Die User konnten zwischen "Runkelrübe" und "Greta" entscheiden. Die Wahl fiel mit 61 Prozent auf Runkelrübe.

Der Super-Blitzer auf seinem "Stammplatz" an der Leipziger Straße.
Der Super-Blitzer auf seinem "Stammplatz" an der Leipziger Straße.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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