Tut endlich was! Chemnitz entschärft Unfallschwerpunkte viel zu langsam

Insgesamt gibt es 90 Unfallschwerpunkte, wie die Kreuzung Südring und HelbersdorferStraße in Chemnitz.
Insgesamt gibt es 90 Unfallschwerpunkte, wie die Kreuzung Südring und HelbersdorferStraße in Chemnitz.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - 8325 Unfälle, ein Verkehrstoter, 215 Schwerverletzte: Chemnitz ist für Autofahrer ein gefährliches Pflaster.

Die Stadt liegt über dem Sachsen-Schnitt: Pro 10 000 Einwohner ereignen sich landesweit 269 Unfälle, in Chemnitz sind es laut Polizeistatistik 336. Spitzenreiter im Freistaat.

Einige Ecken haben es besonders in sich. „Es gibt insgesamt 90 Unfallschwerpunkte“, so Baubürgermeister Michael Stötzer (44, Grüne) auf Anfrage von Susanne Schaper.

Der Stadträtin geht es angesichts der hohen Zahl zu langsam: „Wir brauchen eine Prioritätenliste, um Unfallschwerpunkte schnell zu beseitigen.“

Außerdem, so Susanne Schaper, muss die Unfallkommission öfter tagen. Die trifft sich vier Mal im Jahr, begutachtet pro Sitzung vier bis sieben kritische Ecken.

Bei dem Tempo würde es fünf bis sechs Jahre dauern, ehe die bestehenden Unfallschwerpunkte entschärft wären.

Baubürgermeister Michael Stötzer (44, Grüne) soll Unfallschwerpunkte schneller beseitigen.
Baubürgermeister Michael Stötzer (44, Grüne) soll Unfallschwerpunkte schneller beseitigen.  © Maik Börner

Titelfoto: Sven Gleisberg


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