Kurz vor "Dienstschluss": Straßenbahner feiern ihre Tatra

Chemnitz - Seit 50 Jahren bahnt sich die Tatra-Bahn ihren Weg durch Karl-Marx-Stadt und Chemnitz. Die Straßenbahnfreunde feiern dieses Jubiläum mit einer Sonderausstellung in ihrem Museum.

1969 wurden die ersten Fahrscheine im Tatra-Typ "T3D" gelöst.
1969 wurden die ersten Fahrscheine im Tatra-Typ "T3D" gelöst.  © Kristin Schmidt

Gehasst und geliebt zugleich: Tatra-Wagen präg(t)en das Bild der Stadt wie "Nischel" und "Roter Turm". 1969 rollte eine "T3D" erstmals durch Karl-Marx-Stadt. 50 Jahre später soll die letzte Tatra vom Gleis verschwinden und Platz für die neue Skoda-Bahn machen.

Die Sonderausstellung der Straßenbahnfreunde lässt die Chemnitzer Tatra-Geschichte noch einmal aufleben.

"Wir zeigen einen der ersten T3D", so Sammlungsleiter Thomas Laube (49). Per Kran wurde das rot- und elfenbeinfarbene Exemplar in die Halle gehievt - ein echter Kraftakt. Weitere Exponate wie ein Beschleuniger oder die originalen Tatra-Sitze begleiten die zweisprachige Ausstellung. "Ein Jahr lang haben wir alles vorbereitet und Archive durchwühlt." Hilfreich waren dabei die engen Beziehungen zu den tschechischen Freunden in Liberec und Prag.

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Von 9. Mai an bis 15. Dezember ist die Sonderausstellung "Ich werde fünfzig" im Museum in der Zwickauer Straße 164 zu sehen. Öffnungszeiten: samstags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 16 Uhr (Mai bis September) sowie samstags von 10 bis 16 Uhr (Oktober bis April). Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche frei.

Bis zum 15. Dezember ist die Ausstellung "Ich werde fünfzig" im Straßenbahnmuseum in der Zwickauer Straße 164 zu sehen.
Bis zum 15. Dezember ist die Ausstellung "Ich werde fünfzig" im Straßenbahnmuseum in der Zwickauer Straße 164 zu sehen.  © Kristin Schmidt
Ein Jahr verbrachten Sammlungsleiter Thomas Laube (49) und die Straßenbahnfreunde Chemnitz mit der Aufbereitung der Sonderausstellung.
Ein Jahr verbrachten Sammlungsleiter Thomas Laube (49) und die Straßenbahnfreunde Chemnitz mit der Aufbereitung der Sonderausstellung.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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