Theater müssen zahlen, weil Behinderte fehlen

Chemnitz - "Arbeiten sollten auch für Menschen mit Behinderungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbstverständlich sein", sagt Susanne Schaper (41), Fraktionsvorsitzende der Linken im Chemnitzer Stadtrat. Ist es aber nicht - im Theater gibt's darum Theater.

Susanne Schaper (41, Linke) fordert von der Städtischen Theater gGmbh, mehr Schwerbehinderte zu beschäftigen.
Susanne Schaper (41, Linke) fordert von der Städtischen Theater gGmbh, mehr Schwerbehinderte zu beschäftigen.  © Holm Helis

Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen wenigstens fünf Prozent schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen haben - oder eine Sozialabgabe zahlen.

Die größeren Tochterunternehmen der Stadt Chemnitz erfüllen fast alle die vorgeschriebene Quote: GGG mit 7,35 Prozent Schwerbehinderten, CVAG mit 6,13 Prozent, Klinikum Chemnitz mit 7,25 Prozent. Ausnahme sei der Stadt zufolge die Städtische Theater Chemnitz gGmbH mit 4,56 Prozent - die Stadt leistete hier 2500 Euro Ausgleichsabgaben im vergangenen Jahr.

Dass die Minimalquote in den meisten Unternehmen überschritten wird, sei ein gutes Zeichen, so Schaper. Dennoch dürfe man sich auf dem bisherigen Stand nicht ausruhen.

"Hier hat vor allem die Städtische Theater gGmbH noch Hausaufgaben zu machen", so die Fraktionsvorsitzende.

Das Schauspielhaus gehört zum Städtischen Theater Chemnitz gGmbH
Das Schauspielhaus gehört zum Städtischen Theater Chemnitz gGmbH  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg

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