Verseuchte Galvanik-Brache am Tierpark wird teuer saniert

Chemnitz - Das neue Tierparkkonzept macht der Altlasten-Sanierung Dampf: Das mit Schwermetallen verseuchte Gelände der ehemaligen Galvanik des Diamantwerks muss aufwendig saniert werden. Das Areal soll perspektivisch den Tierpark erweitern.

Die alte Galvanik am Tierpark soll endlich abgerissen, das Gelände saniert werden.
Die alte Galvanik am Tierpark soll endlich abgerissen, das Gelände saniert werden.  © Sven Gleisberg

Vorher muss laut einer Untersuchung, die im Auftrag der Stadt bereits 2011 durchgeführt wurde, das Gebäude abgerissen und der belastete Boden ausgetauscht werden. Voraussichtliche Kosten: mehr als zwei Millionen Euro.

"Der Eigentümer wird als zur Sanierung Verpflichteter gemäß Bundes- und Bodenschutzgesetz herangezogen", teilte jetzt Bürgermeister Miko Runkel (58, parteilos) auf Anfrage von Stadträtin Almut Patt (50, CDU) mit.

Das Grundstück war 2016 für 400.000 Euro an eine Investorengruppe versteigert worden, die nun einen Antrag auf Fördermittel für die Sanierung gestellt hat. Mindestens 400.000 Euro fallen als Eigenanteil an. Weil auch eine vorübergehende Absenkung des Grundwassers nötig ist, dauern die Arbeiten rund zwei Jahre.

Nach Abschluss könnte das Gelände laut Stadt für die Erweiterung des Wirtschaftshofes genutzt werden.

So soll, nach dem neuen Masterplan, einmal der neue Eingang zum Tierpark aussehen.
So soll, nach dem neuen Masterplan, einmal der neue Eingang zum Tierpark aussehen.  © Stadt Chemnitz

Titelfoto: Sven Gleisberg

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