Grünfutter wird knapp: Tierpark bittet um Hilfe

Chemnitz - Die anhaltende Trockenheit setzt dem Tierpark Chemnitz (Nevoigtstraße 18) zu: Das frische Futter wird knapp und der Tierpark bittet um Futterspenden.

Die Tiere im Tierpark fressen im Sommer gern frisches Futter, doch das wird langsam knapp.
Die Tiere im Tierpark fressen im Sommer gern frisches Futter, doch das wird langsam knapp.  © Sven Gleisberg

"In den Sommermonaten versorgen wir unsere Gras- und Blätter-fressenden Bewohner gerne mit ganz frischem Futter. Dafür gibt es in und um den Tierpark mehrere Flächen, die wir bewirtschaften. Im Wechsel kann hier mehrfach in der Woche frisches Gras gemäht werden, welches dann an die entsprechenden Tierarten im Tierpark verteilt wird", erklärt die Einrichtung auf ihrer Facebookseite.

Durch die Dürre neigen sich diese Futterquellen nun langsam dem Ende zu. Weil frisches Futter besser schmeckt und man mit der Umstellung auf eingelagertes gern noch ein bisschen warten möchte, bittet der Tierpark um Hilfe.

Wer frischen Grünschnitt hat, soll sich bitte im Tierpark melden. Dabei gibt es aber ein bisschen was zu beachten: So ist zum Beispiel Gras aus dem Rasenmäher nicht geeignet, weil es zu kurz ist.

Geeignete Futterspenden sollten folgende Voraussetzungen haben:

  • Gras frisch gemäht mit Balkenmäher oder Sense
  • Schnitt sollte maximal einen Tag alt sein
  • Hecken oder Baumschnitt von folgenden Bäumen: Weide, Buche, Birke, Haselnuss, Erle, Weißdorn, Esche, Eiche, Baumhasel

Wer Futterspenden hat und diese selber zum Tierpark bringen kann (möglich von Montag bis Sonntag), wird gebeten dies einen Tag vorher in der Verwaltung anzumelden, Telefon: 0371/850028. "Große Wiesen in Tierparknähe können auch von uns selbst per Traktor abgemäht werden, wenn diese eine entsprechende Zufahrt haben."

Nachwuchs bei den Nandus und Wachteln

Der Tierpark kann sich über neue Bewohner freuen: Zwischen dem 11. und 22. Juli sind 12 Nandu-Küken geschlüpft, die inzwischen schon durch die Anlage wuseln. Dabei hat ihr Papa die Kleinen immer im Blick, denn die Aufzucht der Jungen ist, ebenso wie das Brüten, bei den Laufvögeln Männersache.

In der Fasanerie gibt es derzeit zehn Küken. Die kleinen Schopfwachteln sind alle am 11. Juli geschlüpft. Die Jungtiere sind in den ersten Tagen kaum größer als eine Hummel und haben eine unscheinbare Färbung.

Einen weiteren neuen Bewohner gibt es im Tropenhaus. Der 20 Jahre alte Táta ist ein Zweifinger-Faultier-Männchen und kommt aus dem Zoo von Usti nad Labem. Er ist bereits 17-facher Vater und auch im Tierpark hofft man auf Faultierbabys.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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