So wird der neue Tiger in Chemnitz integriert

Den Umzug in der Kiste hat Tiger Wolodja noch nicht ganz verkraftet. Er bleibt am liebsten im Innengehege.
Den Umzug in der Kiste hat Tiger Wolodja noch nicht ganz verkraftet. Er bleibt am liebsten im Innengehege.  © DPA

Chemnitz - Seit einer Woche ist Tiger Wolodja aus Nürnberg Neu-Chemnitzer. Die Raubkatze erhielt in Chemnitz Asyl, weil ihn kein anderer europäischer Zoo aufnehmen wollte.

Die Anschaffung des Sibirischen Tigers hatte für Unmut gesorgt. Stadträte kritisierten, dass es keine Abstimmung mit dem Masterplan zur Zukunftsausrichtung des Tierparks gab (TAG24 berichtete). Jetzt rechtfertigte die Tierparkleitung die Entscheidung auf Facebook: "Auch wenn eine Sanierung und Vergrößerung des Geheges noch aussteht, war es uns wichtig, Nürnberg mit der Unterbringung des Tigers zu unterstützen, da aktuell kein anderer Zoo hätte Wolodja aufnehmen können."

Als Zeichen der "Integration" änderte der Chemnitzer Tierpark die Schreibweise von "Volodya", wie er in Nürnberg genannt wurde, in "Wolodja". Zum Einleben braucht die zwei Jahre alte Raubkatze offenbar noch etwas Zeit. "Aktuell ist er noch scheu", hieß es. Mit seiner Lust am Baden soll Wolodja heimisch werden. "Wir hoffen, dass er das Wasserbecken im Freigehege einweihen wird, da ihn unsere alten Tiger nie zum Baden benutzt haben", so die Tierpark-Leitung.

Der Masterplan für den Tierpark soll laut Bürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) dem Stadtrat im Frühjahr vorgelegt werden. Welche Rolle die Raubtierhaltung darin spielt, ist offen.

Der zweijährige Wolodja ist verspielt. In Nürnberg schnappte er sich zum Vergnügen der Besucher gern einen Basketball.
Der zweijährige Wolodja ist verspielt. In Nürnberg schnappte er sich zum Vergnügen der Besucher gern einen Basketball.  © Dieter und Marion Sempf

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