Urteil gegen Planenschlitzer: Nur Banden-Chef Bogdan muss im Knast bleiben

Chemnitz - Mehr als ein Jahr trieb eine fünfköpfige Planenschlitzer-Bande aus Polen ihr Unwesen auf deutschen Rastplätzen. Das Chemnitzer Landgericht verurteilte die Täter Montag wegen schweren Bandendiebstahls zu mehrjährigen Haftstrafen.

Die polnische Planenschlitzerbande stand Montag vor dem Chemnitzer Landgericht. Nur der Hauptangeklagte Bogdan S. (43) muss im Knast bleiben.
Die polnische Planenschlitzerbande stand Montag vor dem Chemnitzer Landgericht. Nur der Hauptangeklagte Bogdan S. (43) muss im Knast bleiben.  © Haertelpress

Der Prozess dauerte mehr als 50 Verhandlungstage. Die Bande soll von Februar 2016 bis Mai 2017 Planen von Lastwagen aufgeschlitzt und Waren im Wert von rund 83.000 Euro erbeutet haben. Der Haupttäter Bogdan S. (43) wurde zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Gegen die Angeklagten Dariusz K. (44) und Przemyslaw Maciej Z. (41) verhängte die Kammer eine Strafe von drei Jahren und acht Monaten beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten Haft. Ihr Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Agata Z. (24) und Mateusz K. (25) wurden jeweils zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Wegen der Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe durch die Untersuchungshaft wurden ihre Haftbefehle aufgehoben. "Sie können die Gewissheit mitnehmen, dass dieses Land sich derart massive Angriffe nicht gefallen lässt", sagte der Richter.

Die Bande war im Mai 2017 von Chemnitzer Fahndern im brandenburgischen Brieselang auf frischer Tat ertappt worden. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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