Dieser Mann tötete fast eine Frau im Stadtpark: Anwohner retteten sie

Kashif M. (31) soll neun Mal auf sein Opfer eingestochen haben.
Kashif M. (31) soll neun Mal auf sein Opfer eingestochen haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Herzzerreißende Szenen im Gerichtssaal: Am Montag traf das Opfer des Messerstechers vom Stadtpark zum ersten Mal seit der grausigen Tatnacht im Juli auf ihre Lebensretter. Laura G. (22) brach weinend zusammen.

Denn bislang durfte die Studentin keinen Kontakt zu den vier Ersthelfern aufnehmen, damit die jeweiligen Aussagen nicht beeinflusst werden. Doch am Montag unterbrach die Richterin kurz den Prozess, damit Laura sich bei allen bedanken konnte.

VW-Mitarbeiter Mike F. (29) fand das blutüberströmte Opfer auf seinem Heimweg von der Spätschicht.

"Sie hat sich geschleppt und um Hilfe gerufen. Ich habe den Notruf gewählt, versucht, die Wunden abzudrücken. Sie konnte sich kaum hinlegen, schrie und krümmte sich vor Schmerzen."

Anwohner hörten Lauras Hilferufe ebenfalls.

"Wir saßen auf dem Balkon und haben die Schreie gehört. Da bin ich sofort raus", erinnert sich Helfer Daniel T. (28). "Meine Freundin brachte Verbandszeug, streichelte und beruhigte die junge Frau bis der Rettungswagen eintraf." Richterin Simone Herberger (54): "Sie haben sich alle sehr ehrenwert verhalten."

Der Angeklagte Kashif M. (31) hat laut Überzeugung der Staatsanwaltschaft versucht, sein Opfer mit neun Messerstichen eiskalt umzubringen (TAG24 berichtete). Ein Urteil wird Mitte März erwartet.

Im Stadtpark fiel der Messerstecher über Laura G. (22) her. Die Studentin 
überlebte nur knapp.
Im Stadtpark fiel der Messerstecher über Laura G. (22) her. Die Studentin überlebte nur knapp.  © Harry Härtel/Haertelpress