Grotesker Wahlkampf! Piraten verteilen "Joints" an die Bevölkerung

Warben mit "Joint" für legales Cannabis: (v.l.) Robert Lutz, Christian Neubauer, Toni Rotter.
Warben mit "Joint" für legales Cannabis: (v.l.) Robert Lutz, Christian Neubauer, Toni Rotter.  © Uwe Meinhold

Chemnitz - Gebt das Hanf frei! Mit diesem Schlachtruf stürzten sich die Chemnitzer Piraten gestern in den Wahlkampf-Endspurt.

Provozierend verteilten die Politiker am Wall vor dem Ordnungsamt verdächtige grüne Krümel, bauten unter den Augen einer Stadt-Streife sogar Tütchen, die wie Joints aussahen.

Doch die Ordnungshüter würdigten die Bemühungen der Piraten, möglichst illegal zu wirken, keines Blickes. Dafür kamen Bürger, steckten extra-großes Zigarettenpapier sowie Hanftee ein und unterschrieben eine Petition für die Freigabe von Cannabis.

Darunter nicht nur "leidenschaftliche Kiffer" wie Sven Rechenberger (35). Auch Rosi Ziegler (80) unterschrieb für das Marihuana: "Die jungen Leute sollten nicht mehr bestraft werden."

Die Piraten Toni Rotter, Robert Lutz und Christian Neubauer (alle 29) machten deutlich: "Cannabis ist keine schädliche Einstiegsdroge, sondern eine gesundheitsfördernde Erholungsdroge."

Zumindest waren die Piraten nicht so zugedröhnt, dass sie von realen Chancen bei der Bundestagswahl am Sonntag sprachen. Toni Rotter warb dennoch: "Wir sind auf jede Stimme angewiesen, um weiterzuarbeiten."

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