Von Ägypten bis Lappland: So exotisch ist der Chemnitzer Weihnachtsmarkt

Tiroler Schmankerln bietet Joachim Münch auf dem Weihnachtsmarkt an.
Tiroler Schmankerln bietet Joachim Münch auf dem Weihnachtsmarkt an.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Auf dem Weihnachtsmarkt dreht sich alles um Handwerk und Speisen aus dem Erzgebirge sowie der Region. Alles? Nein, einige der 200 Buden verbreiten exotisches Flair im Zentrum.

Gyros, Oliven, Backfisch und ungarische Würste sind längst eingedeutscht. Aber noch ungewohnt wirkt der Stand mit finnischem Honig. Niina Turunen (30) bietet mehr als 20 Sorten vor allem aus der Arktis an. Sie empfiehlt Moltebeerhonig: "Die Frucht sieht aus wie Himbeeren, schmeckt aber sauer." Kundin Brit Raschig (26) kostete sich am Stand durch - und blieb am Buchweizenhonig kleben: "Schmeckt nicht nur süß, sondern intensiv."

Wer den Orient auf dem Weihnachtsmarkt probieren möchte, ist bei Osama Abou el Azm (35) und seinen ägyptischen Falafeln oder Hawauschi richtig. Ob scharf oder Schaf, die Kunden stehen täglich Schlange. "Sehr würzig", findet Marina Saleski (62).

Mit Tiroler Schmankerln lockt Joachim Münch (67) seine Kunden. Käse, Schinken, Hirschwurzn, Schüttelbrot und Marillenschnaps sind seine Lockmittel. "Wer gerne Urlaub in Tirol macht, kauft bei uns gerne ein", weiß der Verkäufer.

Sehr exotisch wird es nebenan. Da verkauft ein Türke aus Flöha Maronen aus Italien und getrocknete Papaya aus Thailand. Mesut Ünsal (52) weiß: "Kein Weihnachten ohne Maronen!"

Bei Niina Turunen und ihrem finnischen Honig bleiben viele Kunden kleben.
Bei Niina Turunen und ihrem finnischen Honig bleiben viele Kunden kleben.  © Kristin Schmidt
Lecker Hawauschi! Marina Saleski freut sich über die ägyptische Spezialität.
Lecker Hawauschi! Marina Saleski freut sich über die ägyptische Spezialität.  © Kristin Schmidt

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