Weltmeisterin Schäfer nur Ersatz bei Welttitelkämpfen!

Chemnitz/Stuttgart - Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer gehört nicht der deutschen Riege für die Welttitelkämpfe vom 4. bis 13. Oktober in Stuttgart an.

Bei der Turn-WM 2017 in Montreal gewann Pauline Schäfer Gold am Schwebebalken.
Bei der Turn-WM 2017 in Montreal gewann Pauline Schäfer Gold am Schwebebalken.  © Harry Härtel/Haertelpress

Die 22-Jährige aus Chemnitz wurde von Cheftrainerin Ulla Koch lediglich als Reserveturnerin nominiert. Erwartungsgemäß führt Lokalmatadorin Elisabeth Seitz das Quintett des Deutschen Turner-Bundes an. An der Seite der WM-Dritten am Stufenbarren werden ihre Vereinskollegin Kim Bui, die deutsche Mehrkampf-Meisterin Sarah Voss (Köln), die Chemnitzerin Sophie Scheder, Olympiadritte am Stufenbarren, sowie WM-Neuling Emelie Petz aus Backnang in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle an die Geräte gehen.

"Es war eine Zehntelentscheidung. Ich bin froh, eine so starke Nummer sechs beim Team zu wissen", sagte Koch. Schäfer nahm die Entscheidung der 64-Jährigen nach außen gelassen hin: "Natürlich macht mich das traurig, so geht es manchmal im Sport. Aber die Mädchen haben natürlich meine volle Unterstützung."

Für die Gastgeberinnen beginnen die WM am 4. Oktober mit dem Quali-Wettkampf. Um sich ein Mannschaftsticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu sichern, muss das DTB-Team nach der Vorrunde mindestens den zwölften Platz belegen.

Die WM will auch Deutschlands Vorzeigeturner Marcel Nguyen nicht verpassen, obwohl er mit großen Problemen in der linken Schulter kämpft. "Eine Sehne in der Schulter ist angerissen und ich habe derzeit einige Stabilitätsprobleme", so der 32-Jährige. Ihm ist klar, dass die Sehne bei Belastung auch reißen kann. "Dann ist es eben so", sagte der Unterhachinger.

Das wird Pauline Schäfer erst verdauen müssen. Bei den Titelkämpfen in Stuttgart ist die Weltmeisterin nur Ersatzfrau.
Das wird Pauline Schäfer erst verdauen müssen. Bei den Titelkämpfen in Stuttgart ist die Weltmeisterin nur Ersatzfrau.  © dpa/Ryan Remiorz

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