Werden die Stadträte den CFC retten?

Auf der CFC-Mitgliederversammlung sprachen 900 Mitglieder, Gäste und Spieler Tacheles.
Auf der CFC-Mitgliederversammlung sprachen 900 Mitglieder, Gäste und Spieler Tacheles.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz – Die Zitterpartie beim Chemnitzer FC geht weiter: Auch nach der Mitgliederversammlung am Montagabend ist die Skepsis im Stadtrat groß.

Vielen Stadträten sind die Informationen zur Finanzlage zu dürftig. "Im Sozialbereich ist manches wegen 5000 Euro den Bach runtergegangen", so Andreas Wolf-Kather (41), Fraktionsvorsitzender Volkssolidarität/Piraten (drei Mitglieder). "Ich kann es nicht verantworten, dem CFC mit solchen Summen zu helfen."

1,26 Millionen Euro soll der Stadtrat am Freitag lockermachen, um dem CFC aus der Bredouille zu helfen. Die fünf Grünen-Stadträte werden mehrheitlich dagegen stimmen. Die drei AfD-Räte dafür. "Ein leeres Stadion würde weitere Mehrkosten verursachen", sagt Roland Katzer (65).

Pro Chemnitz (drei Mitglieder) war anfangs für die CFC-Rettung. "Nach dem Schlamassel dürfen sich Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender nicht erneut zur Wahl stellen", so Martin Kohlmann (39).

Zwar stellen Mathias Hänel (52) und Uwe Reißmann (60) ihre Posten zur Verfügung. "Eine Erklärung zum endgültigen Verzicht auf ihre Posten fehlt uns noch."

SPD, CDU und Linke (44 von 60 Stadtratsstimmen) reichen einen gemeinsamen Änderungsantrag ein: "Der stellt einige Punkte klar. Damit kann für Einzelne die Zustimmung erleichtert werden. Eine geschlossene Fraktionsmeinung gibt es nicht", so SPD-Fraktions-Chef Detlef Müller (52).

Der Stadtrat schwankt noch, ob er am Freitag auf einer Sondersitzung dem CFC mit einer Finanzspritze unter die Arme greift.
Der Stadtrat schwankt noch, ob er am Freitag auf einer Sondersitzung dem CFC mit einer Finanzspritze unter die Arme greift.  © Sven Gleisberg

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