Immer mehr Chemnitzer machen's: Wie anonym ist eigentlich die Briefwahl?

Chemnitz - Lange Schlangen im Rathaus: Viele Chemnitzer stehen hier an, um vor dem Wahltag ihre Stimme abzugeben.

Briefwahlchef Matthias Schieck (37) zeigt die Umschläge: Grün für den Wahlzettel, gelb für die Versicherung.
Briefwahlchef Matthias Schieck (37) zeigt die Umschläge: Grün für den Wahlzettel, gelb für die Versicherung.  © Uwe Meinhold

Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl wurden bereits so viele Briefwahlunterlagen beantragt wie bei der vergangenen Landtagswahl insgesamt: 45.000 Anträge zählte das Wahlamt bisher sachsenweit, in Chemnitz bis dato rund 20.000.

"Die Zahl der Menschen, die vorab per Brief oder Direktwahl im Rathaus wählen, nimmt zu", bestätigt auch Dr. Matthias Schieck (37).

Der Leiter der Chemnitzer Briefwahlstelle rechnet bis 31. August mit bis zu 35.000 Brief- und Direktwählern - bei 193.000 Wahlberechtigten in der Stadt.

So geht's: Briefwähler müssen eine eidesstattliche Versicherung unterschreiben, dass sie nur einmal wählen. Diese Versicherung landet mit dem ausgefüllten und verschlossenen Stimmzettel in einem gemeinsamen Umschlag. "Das ist irritierend, dass mein Name bei meinem Stimmzettel steht", wundert sich Briefwählerin Petra Daume (70).

Matthias Schieck kann die Wähler beruhigen: "Name und Wahlschein werden am Wahltag ab 15 Uhr getrennt. Ausgezählt wird dann ab 18 Uhr. Keiner sieht, wer wie gewählt hat."

Andrang: Im Rathaus bildeten sich lange Schlangen vor dem Briefwahllokal.
Andrang: Im Rathaus bildeten sich lange Schlangen vor dem Briefwahllokal.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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