Wildtierverbot? Landesdirektion watscht Stadtrat ab

Der Stadtrat hatte im August das Wildtierverbot beschlossen.
Der Stadtrat hatte im August das Wildtierverbot beschlossen.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Gut gedacht, schlecht gemacht: Die Landesdirektion hat das vom Stadtrat beschlossene Wildtierverbot gekippt, weil es in die Berufsfreiheit von Zirkus-Betreibern eingreift.

Die vom Grundgesetz garantierte Berufsfreiheit (Artikel 12) stehe höher als der Beschluss des Chemnitzer Stadtrats, so die Landesdirektion in einem Schreiben vom 8. Februar.

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) empfiehlt daher, den Verbots-Beschluss vom August 2016 wieder einzukassieren.

Auf Bestreben von SPD, Linken und Grünen sollten im Zirkus keine Affen, Elefanten, Großbären, Nashörner, Flusspferde und Giraffen gezeigt werden. Auf städtischen Flächen wie dem Hartmannplatz sollte die Zurschaustellung von Wildtieren der Vergangenheit angehören.

Gehört es aber nicht, weil laut Landesdirektion der Gesetzgeber in Berlin noch immer keine juristische Grundlage geschaffen hat.

Dem Gastspiel des Circus Afrika vom 31. März bis 17. April auf einer Fläche am Südring dürfte damit nichts entgegenstehen.

Solche Auftritte mit Elefanten im Zirkus sollte es künftig eigentlich nicht mehr geben.
Solche Auftritte mit Elefanten im Zirkus sollte es künftig eigentlich nicht mehr geben.  © Uwe Meinhold

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