Human-Blood-Gründer kommt: Durchbruch im #wirsindmehr-Streit?

Chemnitz - In der Schlammschlacht um den Markennamen #wirsindmehr (TAG24 berichtete) sollen der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) am Freitag die Markenrechte übertragen werden.

Bei dem Konzert traten auch die Toten Hosen auf.
Bei dem Konzert traten auch die Toten Hosen auf.  © DPA

Dafür reist Der Gründer des Modeunternehmens HUMAN BLOOD für die Übertragung extra aus Barcelona an.

Beide Parteien hatten jüngst über Anwälte um das Markenrecht an #wirsindmehr gerungen.

Nun folgte offenbar der Durchbruch: Unter bestimmten Auflagen (keine Kommerzialisierung, keine Übertragung für 10 Jahre) darf sich die CWE den Hashtag schützen lassen.

"Wir hoffen, dass wir gütlich mit der CWE sprechen können und einen guten Abschluss für die Stadt Chemnitz vereinbaren", so das Unternehmen.

Die CWE will sich zum Rechtsstreit nach wie vor nicht äußern.

Im Herbst 2018 hatte das Mega-Konzert #wirsindmehr auf rechten Krawalle nach der Tötung von Daniel H. († 35) in Chemnitz reagiert. 65.000 Besucher strömten zum Konzert, bei dem unter anderem Kraftklub, Trettmann und die Toten Hosen auftraten.

Im Mai hatte Versandhändler Benjamin Hartmann ("Human Blood") das Markenrecht für #wirsindmehr beim Deutschen Patentamt angemeldet.

Das Mega-Konzert #wirsindmehr im Herbst 2018 war eine Reaktion auf die Nazi-Aufmärsche in Chemnitz.
Das Mega-Konzert #wirsindmehr im Herbst 2018 war eine Reaktion auf die Nazi-Aufmärsche in Chemnitz.  © DPA

Titelfoto: DPA

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