Schlechte Aussichten. Experten fordern mehr Lehrer

Die Präsidenten von IHK und HWK, Franz Voigt und Dietmar Mothes haben das Forderungspapier an die Landesregierung mit unterschrieben
Die Präsidenten von IHK und HWK, Franz Voigt und Dietmar Mothes haben das Forderungspapier an die Landesregierung mit unterschrieben

Von Victoria Winkel

Chemnitz - Schwarze Aussichten für die Wirtschaftsregion: Experten von IHK, Handwerkskammer und Regionalkonvent fordern mehr Lehrer mit solider Ausbildung, sonst ist der Standort in Gefahr.

"Für Unternehmen in der Region wird die Verfügbarkeit von ausbildungswilligen und -fähigen Schulabgängern zunehmend zum Standortfaktor. Wir sehen zur Absicherung dieses Standortfaktors jetzt Handlungsbedarf", fordern Franz Voigt (69, Präsident der IHK), Dietmar Mothes (71, Präsident der Handwerkskammer) und Christoph Scheurer (59/ CDU, Sprecher des Regionalkonvents Chemnitz).

Bis zum Schuljahr 2018/19 steigt die Zahl der in Rente gehenden Lehrer aus allen Schularten stark an und auch im kommenden Jahrzehnt bleiben die Zahlen auf konstant hohem Niveau. Aus diesem Grund muss die Ausbildung von Lehrern in der Region stärker verankert werden, als bisher geschehen.

Zudem weisen die Experten daraufhin, dass es immer schwieriger wird, junge Lehrer nach einem auswärtigen Studium wieder in die Heimat zurück zu holen.

Lehrer sind in Chemnitz bald Mangelware. Wirtschaftsexperten fordern nun etwas dagegen zu unternehmen
Lehrer sind in Chemnitz bald Mangelware. Wirtschaftsexperten fordern nun etwas dagegen zu unternehmen

Der Regionalkonvent, die IHK Chemnitz und die HWK Chemnitz fordern deshalb von Sachsen in ungwöhnlich scharfer Weise ein stärkeres Engagement für folgende Anliegen:

1. Die Sicherung der Ausbildung von Grundschullehrern in Chemnitz ohne zeitliche Befristung über das Jahr 2020 hinaus. Zudem ist für die Grundschullehrer als Erweiterungsfach „Deutsch als Zweitsprache“ anzubieten und finanziell abzusichern.

2. Die Referendarausbildung für Grundschul-, Förderschul-, Oberschul- und Gymnasiallehrer ist bedarfsgerecht in der Region Chemnitz fortzuführen und finanziell abzusichern.

3. An der TU Chemnitz ist in Anlehnung an frühere Erfahrungen die Ausbildung von Berufsschullehrern wieder einzuführen und in der Hochschulentwicklungsplanung entsprechend abzusichern. Mögliche Lehramtsfächer wären: Elektrotechnik, Metall- und Maschinen-technik, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Physik und Mathematik.

Zur Sicherung der Wirtschaftskraft seien das aber nur erste Schritte, die aber zügig umzusetzen seien!

Fotos: Sven Gleisberg, imago stock [&] people


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0