Geklaute Urnen! Sind das überhaupt die Richtigen auf der Anklagebank?

Bisher schweigen die mutmaßlichen Urnendiebe eisern. Dafür reden ihre Anwälte.
Bisher schweigen die mutmaßlichen Urnendiebe eisern. Dafür reden ihre Anwälte.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Es wird spannend im Prozess rund um den Urnen-Diebstahl vom Zentralfriedhof. Neue Beweisanträge der Anwälte lassen Zweifel aufkommen, ob auf der Anklagebank die wahren Täter sitzen. Platzt jetzt der Urnen-Prozess?

Frank S. (29) und Sven S. (32) sind angeklagt, im August 2015 aus der Urnenwand des Zentralfriedhofs mindestens 22 Gefäße mit der Asche von Verstorbenen gestohlen zu haben.

Die Kapseln wurden weggeworfen, platzten dabei teilweise. Die Angehörigen reagierten geschockt - aber für die Täter war es nur Kupfer zum Verkaufen.

Doch ein Schrotthändler, bei dem die Kupfer-Reste später verkauft worden sein sollen, erkannte die Angeklagten am Mittwoch nicht wieder.

Die beiden Männer, die zusammen bereits 30 Vorstrafen haben, schweigen eisern. Und: Die Lagerhalle, die das Duo genutzt haben soll, konnte offenbar auch von weiteren Mietern genutzt werden.

Bisher haben die Ermittler lediglich einen Handschuh mit dem genetischen Fingerabdruck eines Angeklagten als Hauptbeweis für die Tat.

Der Prozess wird nächsten Donnerstag fortgesetzt


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