Flüchtlinge provoziert? Widersprüchliche Zeugenaussagen zu Demo in Chemnitz

Dresden/Chemnitz - Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat bislang keine eindeutigen Belege für Provokationen von Flüchtlingen am Rande eines Protestmarsches in Chemnitz.

Nach der tödlichen Messerattacke Ende August in Chemnitz war es zu Protestkundgebungen und ausländerfeindlichen Übergriffen gekommen.
Nach der tödlichen Messerattacke Ende August in Chemnitz war es zu Protestkundgebungen und ausländerfeindlichen Übergriffen gekommen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Zeugenaussagen würden sich teilweise widersprechen, sagte Behördensprecher Wolfgang Klein am Freitag auf Anfrage. Die Aufklärung der Umstände sei Teil der Ermittlungen.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35 Jahre alten Mannes Ende August in Chemnitz war es zu Protestkundgebungen und ausländerfeindlichen Übergriffen gekommen.

Dabei spielte eine kurze Videosequenz eine wichtige Rolle. Sie zeigt eine Gruppe, die aggressiv auf einen jungen Mann zugeht, der dann wegrennt. Dazu sind Parolen wie "Haut ab", "Kanaken" und "nicht willkommen" zu hören.

Zuletzt waren im Internet Behauptungen aufgetaucht, dass Migranten Teilnehmer des Protestmarsches provoziert und angepöbelt hätten. Die Urheber wollten aber anonym bleiben.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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