Beschluss gekippt: Zirkusse mit Wildtieren dürfen weiterhin gastieren

Das Wildtierverbot in Zirkussen hat keinen Bestand. Exotische Tiere können weiter in der Stadt auftreten, nachdem die Landesdirektion den Beschluss kassierte.
Das Wildtierverbot in Zirkussen hat keinen Bestand. Exotische Tiere können weiter in der Stadt auftreten, nachdem die Landesdirektion den Beschluss kassierte.  © Peter Zschage

Chemnitz - Schiffbruch mit Ansage: Die Landesdirektion Sachsen weist den Stadtrat in seine Schranken. In Chemnitz darf weiterhin ein Zirkus mit Wildtieren auf städtischem Gelände gastieren.

"Der Beschluss ist rechtswidrig", so Landesdirektionssprecher Holm Felber (58). Solange Unternehmen eine entsprechende Erlaubnis haben, fehle der Stadt die Regelungskompetenz. Die hat der Bundestag. "Außerdem greift eine Zugangsbeschränkung in die Freiheit der Berufsausübung ein."

Die Landesdirektion will die sächsischen Großstädte gleich behandeln. "Wir werden für Dresden und Leipzig die gleichen Maßnahmen wie in Chemnitz ergreifen", sagt Holm Felber. In beiden Städten ist ein Wildtierverbot auf kommunalen Flächen noch nicht vom Tisch. Käme es, würde es die Landesdirektion kassieren.

Das Annaberger Wildtierverbot hat dagegen Bestand. "Es besteht kein generelles Auftrittsverbot für Zirkusse mit Wildtieren. Es gibt in Annaberg genügend private Flächen, auf denen solche Veranstaltungen stattfinden können", so ein Landratsamtssprecher.

Titelfoto: Peter Zschage


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