Zoff beigelegt: Umweltschützer beenden Rechsstreit um Gießerei

Chemnitz - Ein seit Jahren andauernder Streit scheint beigelegt: Trompetter Guss in der Schönherrfabrik darf weiterhin in drei Schichten arbeiten.

In der Gießerei sind derzeit mehr als 400 Leute beschäftigt.
In der Gießerei sind derzeit mehr als 400 Leute beschäftigt.  © Peter Zschage

Umweltschützer hatten seit Jahren Gestank, Lärm und Ruß beklagt, womit die Gießerei das Gebiet belasten würde.

Der Zoff eskalierte 2010, als das Rathaus der Firma eine Genehmigung zum Drei-Schicht-Betrieb erteilte. Anwohner beschwerten sich. Schließlich ging die "Grüne Liga" gerichtlich gegen die Stadtverwaltung vor (TAG24 berichtete). Das Verwaltungsgericht wies die Klage 2016 jedoch ab. Gegen die Entscheidung gingen die Umweltschützer vor und legten Berufung ein.

Nun endete der Streit mit einem Berufungsverfahren vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht Bautzen. Das Ergebnis: Die Stadt änderte in der Verhandlung die erteilten immissionsschutzrechtliche Genehmigung und setzte für die Nachtstunden einen Lärm-Grenzwert fest, wie die Freie Presse berichtet. Damit gab sich die "Grüne Liga" nun zufrieden und beendete den Rechtsstreit.

In der Schönherrfabrik gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert eine Gießerei. Im Jahr 2000 übernahm Trompetter Guss die Gießerei und begann diese zu modernisiere und die Produktion zu erweitern. Derzeit sind in dem Unternehmen mehr als 400 Leute beschäftigt, entweder als Festangestellte oder als Zeitarbeiter.

Der gerichtliche Streit um Trompetter Guss ist beendet.
Der gerichtliche Streit um Trompetter Guss ist beendet.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg

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