Krisen-Treffen in Chemnitz: Voith-Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs

Chemnitz - Bis zu 107 Arbeitsplätze sind beim Automobilzulieferer Voith in Zschopau in Gefahr!

Steht trotz positiver Entwicklung vor dem Aus: das Werk des Nutzfahrzeugzulieferers Voith in Zschopau.
Steht trotz positiver Entwicklung vor dem Aus: das Werk des Nutzfahrzeugzulieferers Voith in Zschopau.  © Ralph Kunz

Ende September 2020 will das Unternehmen unter anderem seinen kleinsten Standort aufgeben und die Produktionsbasis Deutschland "straffen". Am Wochenende solidarisierten sich Voith-Mitarbeiter im Gewerkschaftshaus Chemnitz.

Das Voith-Aus in Zschopau kam wie aus dem Nichts. "Auf der Betriebsversammlung zwei Wochen vor Bekanntgabe der geplanten Schließung sagte man uns, dass wir uns positiv entwickeln", so Rico Bellmann (46), stellvertretender Betriebsrat.

Doch kurze Zeit später der öffentliche Sinneswandel: "Voith Turbo sieht sich mit einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck konfrontiert", heißt es in einer Mitteilung. Neben Zschopau soll das Werk in Sonthofen (420 Mitarbeiter) wegfallen.

"Wir sind enttäuscht. Vom Arbeitgeber kam bis dato sehr wenig", sagt Bellmann. Am Donnerstag ist am Firmensitz in Heidenheim ein Treffen mit der Unternehmensspitze geplant. Dort erhoffen sich die Mitarbeiter Antworten.

Am Zulieferstandort Zschopau (Division Voith Turbo) werden Luftkompressoren für Nutzfahrzeuge hergestellt. Diese Aufgabe sollen zukünftig andere, größere Standorte übernehmen.

Voith-Mitarbeiter sowie Unterstützer aus Politik und Wirtschaft solidarisierten sich am Wochenende im Haus der Gewerkschaften.
Voith-Mitarbeiter sowie Unterstützer aus Politik und Wirtschaft solidarisierten sich am Wochenende im Haus der Gewerkschaften.  © Ralph Kunz

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