Neues Buch zeigt Chemnitz vor und nach dem 2. Weltkrieg

Chemnitz - Ein Blick in die Vergangenheit. 2020 jährt sich die Zerstörung von Chemnitz im Zweiten Weltkrieg zum 75. Mal.

Stefan Thiele (38) und Uwe Fiedler (58) zeigen ihr neues Buch "Chemnitz 1945. Das Stadtbild vor und nach der Zerstörung".
Stefan Thiele (38) und Uwe Fiedler (58) zeigen ihr neues Buch "Chemnitz 1945. Das Stadtbild vor und nach der Zerstörung".  © Maik Börner

Ein neues Buch von Uwe Fiedler (58), Leiter des Schloßbergmuseums, und Kunsthistoriker Stefan Thiele (38) zeigt, wie sich das Stadtbild nach den Bombenangriffen 1945 einschneidend veränderte.

Die beiden Autoren trugen mehr als 100 bisher unveröffentlichte Fotografien des Juristen Helmut Brückner (1899 - 1977) zusammen und schrieben dazu kurze Texte. Uwe Fiedler: "Mich schmerzt, dass viele historische Bauten zerstört wurden."

Das Werk zeigt zunächst Bilder aus dem Winter 1944/45 kurz vor den Luftangriffen der Alliierten. Zum Beispiel seltene Aufnahmen aus der Waisenstraße, deren Bebauung in den Bombennächten nahezu vollständig verloren ging.

Der zweite Teil dokumentiert die Zerstörung und die erste Phase des Wiederaufbaus bis 1954. "Brückner hat dabei Straßenzeilen fotografiert, die bis in die 70er-Jahre Bestand hatten und ich selbst noch aus meiner Kindheit kenne", so Fiedler. Daneben sind Meilensteine in der Chemnitzer Geschichte zu sehen. Zum Beispiel das Feuerwerk am 10. Mai 1953 anlässlich der Umbenennung der Stadt.

Der Bildband hat eine Auflage von 1000 Stück, kostet 19,99 Euro und ist unter anderem ab Anfang 2020 im Schloßbergmuseum erhältlich. Er ist Begleitwerk einer geplanten Ausstellung ab 16. Februar 2020.

Ein Blick vom Kaßberger Amtsgericht auf die Innenstadt im Jahre 1937.
Ein Blick vom Kaßberger Amtsgericht auf die Innenstadt im Jahre 1937.  © Repro: Maik Börner
Zum Vergleich: Derselbe Blick im Jahr 1963.
Zum Vergleich: Derselbe Blick im Jahr 1963.  © Repro: Maik Börner

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