CFC gegen FSV: Heute steigt das Westsachsen-Derby

Der Torgarant des FSV! Ronny König (r.), hier im Hinspiel Sieger im Kopfballduell mit dem Chemnitzer Marc Endres.
Der Torgarant des FSV! Ronny König (r.), hier im Hinspiel Sieger im Kopfballduell mit dem Chemnitzer Marc Endres.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz - So viel Brisanz steckte in diesem Derby lange nicht! Der Verlierer überwintert auf einem Abstiegsplatz. Das wollen sowohl die Zwickauer, als auch die Chemnitzer unbedingt vermeiden. Welches Team ist besser drauf? Der Derby-Check.

  • Abwehr

Zwickau ist in alte Muster verfallen! Die Defensive, in der letzten Rückrunde häufig das Prunkstück und zugleich Erfolgsgarant des Höhenflugs, ist wieder zur Achillesferse geworden. 17:30 Tore sind sogar eine Spur schlechter als in der Hinrunde der Vorsaison (20:29).

Mit 30 Gegentreffern ist der FSV aber immer noch besser als der CFC, der bereits 34 Tore kassierte - das ist die schlechteste Defensive der Liga! Elf Niederlagen mussten die Himmelblauen in der Hinrunde hinnehmen, in acht Partien kassierten sie mindestens drei Gegentore. Allein in den letzten fünf Spielen, die allesamt verloren gingen, musste Torhüter Kevin Kunz 13 Mal hinter sich greifen!

Daniel Frahn (M.) trifft hier zum 1:0-Sieg des Chemnitzer FC im Hinspiel, FSV-Schlussmann Johannes Brinkies streckt sich vergebens.
Daniel Frahn (M.) trifft hier zum 1:0-Sieg des Chemnitzer FC im Hinspiel, FSV-Schlussmann Johannes Brinkies streckt sich vergebens.  © Frank Kruczynski
  • Mittelfeld

Patrick Göbel (5 Tore/12 Vorlagen) konnte nicht ersetzt werden. Die Neuzugänge Ronny Garbuschewski, Sinan Tekerci und Christian Mauersberger blieben hinter den Erwartungen zurück. Getragen wird die Last im Mittelfeld momentan von René Lange (ein Tor/fünf Vorlagen). Kreativspieler Mike Könnecke (drei Vorlagen) zeigt in den Leistungen zu häufig Licht und Schatten.

In der Zentrale besitzt der CFC mit Dennis Grote und Julius Reinhardt eine geballte Ladung Erfahrung. Doch beide Stamm- und Führungsspieler unterlagen in der Hinrunde großen Formschwankungen. Das gilt auch für die Außenbahnen. Auf rechts konnte sich der pfeilschnelle Florian Hansch einen Stammplatz erkämpfen, Torgefahr strahlte er zu selten aus.

Unter die Rubrik Enttäuschungen fallen Okan Aydin und Florian Trinks. Sie sollten die Offensive beleben, saßen in der Hinrunde aber meistens draußen.

Die Aufstellung vom Chemnitzer FC.
Die Aufstellung vom Chemnitzer FC.
  • Angriff

Der „König“ sticht sie alle aus. Ronny König ist im Angriff der Dreh- und Angelpunkt. Sieben Treffer erzielte der 34-Jährige in der Hinrunde, absolvierte mit 1698 Drittligaminuten nach Keeper Johannes Brinkies (1710) die meiste Spielzeit. Die Bilanz der restlichen Stürmer ist mager: Robert Koch (fällt mit Kreuzbandriss aus), Fabian Eisele und Aykut Öztürk trafen jeweils einfach, Neuzugang Dimitrios Ferfelis noch gar nicht.

Die Himmelblauen haben in der Offensive viel Qualität. Daniel Frahn, der am 23. Juli beim 1:0 gegen Zwickau früh das entscheidende Tor erzielte, traf zehn Mal. Sein Sturmpartner Myroslav Slavov netzte sechs Mal ein. Kurios: Alle Treffer erzielte Slavov, der aus der Regionalliga kam, in fremden Stadien.

  • Formkurve

Der letzte FSV-Sieg datiert vom 22. Oktober. Damals gab es im Ostduell gegen Jena ein 2:1. In den letzten fünf Spielen schnitt einzig der CFC schlechter ab. Was Mut macht: nach Niederlagen gegen Unterhaching (1:3), Karlsruhe (0:1) und Wiesbaden (0:2) gab es zuletzt jeweils zwei 1:1-Remis gegen Köln und Halle.

Der CFC rutschte in den vergangenen Wochen immer tiefer ab. Seit der Pokalniederlage in Auerbach ist das Team völlig von der Rolle. Trainer Horst Steffen bekommt die mangelhafte Defensivarbeit nicht in den Griff. Die Folge: fünf Niederlagen, 13 Gegentore, Platz 19.

Das Positive: Das rettende Ufer ist in Sicht - und mit einem Sieg in Zwickau erreichbar.

So ist der FSV Zwickau aufgestellt.
So ist der FSV Zwickau aufgestellt.

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