"Rassismus-Tribunal" klagt im Chemnitzer Weltecho an

Chemnitz/Zwickau - Ein politisches Kunstprojekt klagt an: Das "Rassismus-Tribunal" will ein Wochenende lang in Chemnitz und Zwickau auf die Lage von Migranten in Sachsen aufmerksam machen.

Im Weltecho gibt es im Rahmen des "Rassismus-Tribunals" Workshops und Filme.
Im Weltecho gibt es im Rahmen des "Rassismus-Tribunals" Workshops und Filme.  © Ralph Kunz

Das Ziel hinter dem Projekt: "Wir wollen uns dem Rechtsruck entgegen stellen", sagt Tim Klodzko, Sprecher des Aktionsbündnisses. Im Chemnitzer Weltecho will das Tribunal am 1. und 2. November ein Programm aus Workshops, Stadtrundgängen und Filmen bieten. "Wir wollen damit die Täter anklagen, aber wir werden kein Urteil sprechen. Das muss an anderer Stelle passieren."

Am 3. November geht’s dann weiter nach Zwickau. Hier werden die Aktivisten öffentlich ein Dokumentationszentrum zum "Nationalsozialistischen Untergrund" fordern. "Tribunale treten immer dann als zivilgesellschaftliche Stelle inkraft, wenn der Staat bei der Aufklärung eines Falles versagt hat. Das ist beim NSU-Prozess passiert."

Interessierte sollten sich vorher anmelden, der Eintritt auf Spendenbasis liegt zwischen 5 und 30 Euro. Weitere Infos gibt’s unter: www.nsu-tribunal.de

Titelfoto: Ralph Kunz

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