Trotz Stimmungs-Boykotts: CFC erkämpft verdienten Punkt gegen Zweitliga-Absteiger!

Chemnitz - Kaum Stimmung, aber wenigstens ein hoch verdienter Punkt für den Aufsteiger! Der CFC und der 1. FC Magdeburg trennten sich am Freitagabend vor 5600 Zuschauern torlos.

CFC-Coach David Bergner ist hier zwar aufgelöst, konnte insgesamt aber zufrieden sein mit der Leistung seines Teams.
CFC-Coach David Bergner ist hier zwar aufgelöst, konnte insgesamt aber zufrieden sein mit der Leistung seines Teams.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Südtribüne blieb nach dem Boykott-Aufruf von über 50 CFC-Fanclubs halbleer. Entsprechend mau war die Stimmung im Stadion an der Gellertstraße. Wenn es laut wurde, dann aus dem Gästeblock. 1600 Magdeburger waren mit nach Sachsen gereist.

Trainer David Bergner setzte im Ost-Klassiker auf die Elf, die am Sonntag im DFB-Pokal eine beherzte Partie abgeliefert und den Hamburger SV an den Rand einer Niederlage gebracht hatte. Auch an der Taktik änderte der Fußball-Lehrer nichts. Die Platzherren standen tief und verteidigten bei gegnerischem Ballbesitz im 5-4-1-System.

Das himmelblaue Bollwerk wurde in der 5. Minute das erste Mal überwunden. Sören Bertram setzte zum Solo an und scheiterte zehn Meter vor dem Tor an Schlussmann Jakub Jakubov.

Die Himmelblauen brachten bis zur 25. Minute offensiv nichts auf den Rasen. Dann zog Tobias Müller aus der Entfernung ab - der Aufsetzerball ging am linken Pfosten vorbei.

Tobias Müller wird hier von zwei Magdeburgern bearbeitet.
Tobias Müller wird hier von zwei Magdeburgern bearbeitet.  © Harry Härtel

Nach einer halben Stunde stiefelte Tarsis Bonga auf und davon, fand am gegnerischen Strafraum keine Anspielstation. Eine Minute später machte es der Angreifer alleine. Der 16-Meter-Schuss wurde zur sicheren Beute von FCM-Torhüter Alexander Brunst.

Die nächste Möglichkeit ging wieder auf das Konto der Gäste. Den direkten Freistoß von Mario Kvesic (37.) parierte Jakubov mit beiden Fäusten. Den Nachschuss von Jürgen Gjasula entschärfte Georgi Sarmow.

Sekunden vor dem Pausenpfiff war es erneut Bonga, der für Gefahr sorgte. Aus spitzem Winkel versuchte er, Brunst zu überwinden. Der Keeper wehrte mit der Fußspitze ab.

Bonga rückte nach dem Seitenwechsel ins Sturmzentrum. Für den enttäuschenden Dejan Bozic kam Neuzugang Philipp Sturm. Es wurde ein kurzer Auftritt des Österreichers, der nach acht Minuten mit einer Sprunggelenk-Verletzung wieder raus musste.

Bergner schickte Davud Tuma auf den Rasen. Der wurde kurz nach seiner Einwechslung im Strafraum von Bertram abgeräumt. Schiedsrichter Martin Petersen entschied auf Abstoß.

Nach einem schnell ausgeführten Freistoß legte Rafael Garcia für Tuma auf. Brunst bewahrte die Gäste mit einem Klassereflex vor dem Rückstand (64.). Drei Minuten später die nächste Glanztat des Schlussmanns. Dieses Mal fischte er den Kopfball von Bonga weg. In der Schlussphase köpfte Matti Langer den Ball ans Aluminium. Chemnitz wartet weiter auf den ersten Saisonsieg!

Der eingewechselte Philipp Sturm liegt nach einem Foul am Boden, krümmt sich vor Schmerzen. Eine Diagnose steht noch aus.
Der eingewechselte Philipp Sturm liegt nach einem Foul am Boden, krümmt sich vor Schmerzen. Eine Diagnose steht noch aus.  © Picture Point/Gabor Krieg

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