CFC-Königstransfer Sarmov nur noch zweite Wahl! "Brauche Spieler, die fürs Team alles opfern!"

Chemnitz - Georgi Sarmov war im Sommer der Königstransfer beim CFC. Der bulgarische Nationalspieler sollte im zentralen Mittelfeld die Lücke schließen, die Kapitän Dennis Grote hinterlassen hatte. Aktuell spielt Sarmov aber nur eine Nebenrolle!

Georgi Sarmov spielte in dieser Saison elf Mal für den CFC, zuletzt stand er nicht mal mehr im Kader. Auch in der Nationalmannschaft Bulgariens spielt er aktuell keine Rolle. Für die kommenden Länderspiele erhielt Sarmov keine Einladung.
Georgi Sarmov spielte in dieser Saison elf Mal für den CFC, zuletzt stand er nicht mal mehr im Kader. Auch in der Nationalmannschaft Bulgariens spielt er aktuell keine Rolle. Für die kommenden Länderspiele erhielt Sarmov keine Einladung.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Unter Alt-Trainer David Bergner war der 34-Jährige gesetzt. Erst im Mittelfeld. Nach der Gegentorflut zu Saisonbeginn plante Bergner um, entschied sich in der Abwehr für die Fünferkette und beorderte Sarmov als zusätzliche Absicherung in die Zentrale.

Unter Trainer Patrick Glöckner war der Bulgare erst einmal dabei, vor einem Monat beim 3:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg. Seitdem stand er kein einziges Mal mehr im Kader.

"Georgi ist ein hervorragender Fußballer", erklärt Glöckner: "Aber er macht derzeit seinen Trainerschein in Bulgarien, kann die Woche über nicht komplett bei uns mittrainieren, weil er nicht anwesend ist. Ich brauche Spieler, die alles opfern, um für die Mannschaft am wertvollsten zu sein. Da gehört natürlich eine volle Trainingswoche dazu."

Das Zugeständnis, mitten im Abstiegskampf die eigene Karriere in der Heimat voranzutreiben, erhielt Sarmov bei der Verpflichtung im Sommer vom damaligen Sport-Geschäftsführer Thomas Sobotzik.

CFC-Coach Glöckner: "Wir werden sehen, wann Georgi wieder im Kader steht"

Trainer Patrick Glöckner setzt im zentralen Mittelfeld derzeit auf andere Spieler. Der Erfolg gibt dem Fußball-Lehrer Recht.
Trainer Patrick Glöckner setzt im zentralen Mittelfeld derzeit auf andere Spieler. Der Erfolg gibt dem Fußball-Lehrer Recht.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für Glöckner ist diese Angelegenheit auch eine Frage der Fairness. "Es geht nicht darum, dass ich jemanden einen Gefallen tue und ihn aufstelle. Wir können es uns nicht erlauben, dass ein Spieler mit 90 oder 95 Prozent ins Rennen geschickt wird. Das wäre ein falsches Zeichen."

Ganz abgeschrieben hat der CFC-Coach den Routinier, der für die anstehenden Länderspiele der bulgarischen Nationalmannschaft keine Einladung erhalten hat, nicht.

"Wir werden sehen, wann Georgi wieder im Kader steht. Das kann sich Woche für Woche ändern und ist auch vom Gegner abhängig: Welchen Typen brauchen wir für diese Position - eher den Strategen, eher einen erfahrenen oder einen wilden Spieler, der mehr über den Kampf und die Aggressivität kommt? Wir sind da sehr flexibel", betont Glöckner.

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