CFC-Kapitän Hoheneder krönt starke Leistung mit seltenem Tor: "Das Gefühl gefällt mir!"

Chemnitz - Tore von Niklas Hoheneder haben Seltenheitswert! Sein Kopfball zum entscheidenden 1:0 gegen den FC Bayern II. war erst der zweite Treffer im 83. Drittliga-Spiel. Der erste gelang ihm im März 2014 beim 3:0-Sieg in Regensburg. Damals trug der heutige CFC-Kapitän das Trikot von RB Leipzig.

Tor des Tages: Niklas Hoheneder (Nr. 3) köpft zum 1:0 gegen die kleinen Bayern ein. Für den Verteidiger ein seltenes Gefühl.
Tor des Tages: Niklas Hoheneder (Nr. 3) köpft zum 1:0 gegen die kleinen Bayern ein. Für den Verteidiger ein seltenes Gefühl.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Ein Sieg und nur mein Name auf der Anzeigetafel - das kommt nicht allzu oft vor. Das Gefühl gefällt mir", lachte Hoheneder. Vorlagengeber Philipp Hosiner, der nach zehn Toren in den sechs Partien zuvor erstmals erfolglos blieb, schob augenzwinkernd nach: "Wenn er den nicht reingemacht hätte, hätte er sich sofort auswechseln lassen können."

Eine Standard-Situation entschied das Duell mit den Bayern-Bubis. "Wir haben einige Varianten einstudiert. Und ich sollte auf dieser Position stehen", erklärte Hoheneder. Er bedankte sich bei seinem österreichischen Landsmann: "Nachdem Hosi den Ball nochmals quer gelegt hat, war es für mich nicht mehr schwer."

Der CFC-Abwehrchef weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig ruhende Bälle zu verteidigen sind: "Die Flanke von Rafael Garcia kommt an den ersten Pfosten, Matti Langer legt ihn auf den zweiten und Hosi zurück auf mich. Es ging hin und her. Mein Gegenspieler hatte sich zum Glück bereits in die falsche Richtung orientiert."

Dadurch stand Hohenender blank und musste aus drei Metern nur noch einnicken. Sein Gegenspieler hieß am Montagabend Kwasi Okyere Wriedt. Der sah nicht nur im eigenen, sondern auch im Chemnitzer Strafraum keinen Stich gegen Hoheneder.

Eines der besten Spiele von Hoheneder beim CFC

Nach dem Abpfiff hieß es feiern mit den Fans: (v.l.) Jakub Jakuboc, Philipp Sturm, Niklas Hoheneder und Dejan Bozic.
Nach dem Abpfiff hieß es feiern mit den Fans: (v.l.) Jakub Jakuboc, Philipp Sturm, Niklas Hoheneder und Dejan Bozic.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der 33-Jährige machte eines seiner besten Spiele für den CFC. Er verteidigte nicht nur den Top-Torjäger der 3. Liga bärenstark, sondern rettete in der ersten Halbzeit beim Freistoß von Angelo Stiller und machte nach der Pause die beste Bayern-Chance durch Fiete Arp zunichte.

"Im Moment tut mir alles weh. Es hat sich angefühlt, als wären wir mit zwei Mann weniger auf dem Platz gewesen", gestand Hoheneder: "Wie die jungen Kerle aus München trotz Unterzahl Ball und Gegner laufen lassen, ist herausragend für diese Liga."

Wriedt stand nach dem Platzverweis ab der 39. Minute nicht mehr auf dem Platz. "Das hat uns geholfen. Er ist unheimlich präsent und unangenehm als Gegenspieler", verriet Hoheneder.

Bei den Münchner Löwen wartet am Sonnabend mit Sascha Mölders bereits der nächste abgezockte Torjäger auf den Österreicher: "Er ist ein Brocken. Ihn zu bremsen, wird nicht einfacher als die Aufgabe gegen Wriedt."

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