Starkes Tallig-Comeback beim CFC! Warum musste er nach 54 Minuten raus?

Chemnitz - "Erik war nie weg vom Fenster", hatte CFC-Trainer Patrick Glöckner vor einigen Wochen betont. Auf dem Platz war das Eigengewächs zuletzt allerdings nur noch selten zu sehen.

Erik Tallig (Nr. 17) im Kampf um den Ball mit Sascha Mölders vom TSV 1860 München.
Erik Tallig (Nr. 17) im Kampf um den Ball mit Sascha Mölders vom TSV 1860 München.  © imago images/Beautiful Sports

Gegen den Halleschen FC und beim 1. FC Magdeburg saß Tallig draußen, gegen die Zweite des FC Bayern München spielte er in der Schlussviertelstunde.

Am Samstag im Stadion an der Grünwalder Straße im Duell mit dem TSV 1860 München durfte der 20-Jährige von Beginn an ran. Bereits in der ersten Minute holte Tallig den Freistoß heraus, den Niklas Hoheneder verwertete.

Für das 2:0 sorgte Tallig nach Vorarbeit von Philipp Hosiner selbst. Nicht nur in dieser Szene fiel auf: Das himmelblaue Sturmduo funktioniert und harmoniert bestens. Aber warum musste Tallig nach 54 Minuten raus?

"Ich hätte gern weitergespielt, hatte noch genügend Körner", verriet der fünffache Saison-Torschütze.

"Das hatte taktische Gründe. Der Druck der Münchner war nach dem Seitenwechsel extrem hoch. Deshalb habe ich Tarsis Bonga nach innen gezogen, damit er bei Kontern seine Geschwindigkeit ausspielen kann", erklärte Trainer Patrick Glöckner.

CFC-Coach Glöckner wechselte aus taktischen Gründen

Taktische Gründe! So erklärte CFC-Coach Patrick Glöckner die Auswechslung von Erik Tallig.
Taktische Gründe! So erklärte CFC-Coach Patrick Glöckner die Auswechslung von Erik Tallig.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für Tallig kam Maximilian Oesterhelweg, der zwei Minuten später den Strafstoß verursachte, der das 2:2 brachte. Nicht nur die Hereinnahme von Oesterhelweg verpuffte.

Auch Mittelfeldmann Tim Campulka, der in der 69. Minute für Bonga kam, erwischte einen gebrauchten Tag.

Der 20-Jährige verlor im Vorwärtsgang zu viele Bälle und fabrizierte in der Nachspielzeit jenen Freistoß, der letztlich zum Eckball und 4:3 für die Löwen führte,

"Hinter jedem Wechsel steht ein Plan. Das ist die Theorie. Letztlich weißt du als Trainer nie, wie der Spieler am Spieltag drauf ist und die Aufgabe annimmt", erklärt Glöckner.

Mit dem dritten Wechsel hatte er mehr Glück. Davud Tuma sorgte für frischen Offensivwind. Seine Hereingabe verpasste Hosiner in der 82. Minute knapp.

Vier Minuten später fand Tuma in 1860-Keeper Marco Hiller seinen Meister.

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