CFC-Trainer zum Telefonat mit Torjäger Daniel Frahn: "Meine Aufgabe, meine Pflicht!"

Chemnitz - Erstmals in der noch kurzen Amtszeit bläst CFC-Trainer Patrick Glöckner ein rauer Wind ins Gesicht.

Daniel Frahn am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht: Seine Klage hatte Erfolg!
Daniel Frahn am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht: Seine Klage hatte Erfolg!  © haertelpress/Harry Haertel

Grund ist das Telefonat des Fußball-Lehrers am Mittwochnachmittag mit dem ehemaligen Torjäger Daniel Frahn. Der hatte mit seiner Klage gegen die fristlose Kündigung Erfolg und nach der Urteilsverkündung im Arbeitsgericht durch seine Anwälte erklärt, umgehend ins Training zurückkehren zu wollen.

Daraus wurde bekanntlich nichts. Glöckner war zunächst aber davon ausgegangen, dass Frahn am Donnerstag im Sportforum auftauchen könnte. "Wenn ein Spieler zum Training kommen soll, ist es meine Aufgabe und Pflicht als Trainer, sich mit diesem Spieler auseinanderzusetzen.

Es war ein vertrauliches und völlig neutrales Gespräch zwischen Daniel Frahn und mir. Was die andere Seite herausgehört haben will, ist komplett falsch", bezog Glöckner gestern klar und deutlich Stellung.

Frahn-Anwalt Christian Schößling hatte am Vortag erklärt, "dass der Trainer sich freuen würde, ihn (Frahn, d. R.) im Kader begrüßen zu dürfen."

Glöckner: Trotz Turbulenzen wegen Frahn-Verhandlung hatte der CFC eine gute Trainingswoche

CFC-Coach Glöckner erwartet viel Abwehr-Arbeit in Rostock.
CFC-Coach Glöckner erwartet viel Abwehr-Arbeit in Rostock.  © haertelpress/Harry Haertel

Auch Sandro Sirigu wird um 14 Uhr nicht im Ostseestadion auflaufen. Der am 1. Dezember verpflichtete Rechtsverteidiger spielte in den Planungen von Glöckner eine große Rolle. Sogar einen Startelf-Einsatz hatte der Chefcoach dem 31-Jährigen nach dem Landespokal-4:0 in Markranstädt in Aussicht gestellt. "Leider hat sich Sandro am Donnerstag im Training das Knie verdreht. Er fällt mit einer Innenband-Zerrung aus", bedauert Glöckner.

Der Coach versicherte, dass seine Mannschaft trotz der Turbulenzen rund um die Frahn-Verhandlung eine gute Trainingswoche absolviert hat. Nach zuletzt vier Unentschieden in fünf Spielen wäre ein Dreier in Rostock für die Himmelblauen ein echter Befreiungsschlag. Glöckner erwartet viel (Abwehr-)Arbeit: "Die Rostocker haben im Offensivbereich einige Kaliber, die zu den Besten der Liga gehören."

Diese Qualität brachten die Hanseaten zuletzt aber nicht auf den Platz. In der bisherigen Hinrunde erzielten sie nur 21 Treffer. Von den vergangen fünf Spielen verloren sie vier.

Da könnte was gehen für den CFC - so wie vor drei Jahren. Am 17. Dezember 2016 gewannen die Chemnitzer in Rostock mit 3:1.

Beim 4:0 im Landespokal gegen Markranstädt durfte Sandro Sirigu (r., mit Robby Kögler) eine Halbzeit lang ran. Sein Drittliga-Debüt für den CFC ist leider geplatzt - Knieverletzung!
Beim 4:0 im Landespokal gegen Markranstädt durfte Sandro Sirigu (r., mit Robby Kögler) eine Halbzeit lang ran. Sein Drittliga-Debüt für den CFC ist leider geplatzt - Knieverletzung!  © Picture Point/Gabor Krieg

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