Coach David Bergner spricht über die Saison mit dem CFC!

Chemnitz - Seit Mitte der vergangenen Woche ist das Handy aus. CFC-Trainer David Bergner gönnt sich ein paar Tage Urlaub. Zuvor sprach er mit TAG24 über die emotionalsten Momente der Meister- und Pokalsieger-Saison.

24. April, Chemnitz, Sachsenpokal-Halbfinale: Trainer David Bergner steht die kompletten 120 Minuten plus Elfmeterschießen unter Strom!
24. April, Chemnitz, Sachsenpokal-Halbfinale: Trainer David Bergner steht die kompletten 120 Minuten plus Elfmeterschießen unter Strom!  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

"Ich würde das teilen", sagt der Fußball-Lehrer: "Im Pokal war es das Halbfinale gegen Lok Leipzig. Es ging über 120 Minuten ständig hin und her. Dann das Elfmeterschießen mit dem glücklichen Ende für uns. Ich habe damals gemerkt, dass die Mannschaft noch enger zusammengerückt ist und noch stärker fokussiert war. Was mir an diesem Abend außerdem gefallen hat: Dass der Funke auf die Zuschauer übergesprungen ist. Die Unterstützung von den Rängen hat uns enorm geholfen."

In der Meisterschaft war für Bergner das Auswärtsspiel am 12. April in Nordhausen sehr emotional: "Schwierige Platzverhältnisse, Schneetreiben, Fans direkt am Spielfeldrand - die Mannschaft hat sich von den äußeren Bedingungen nicht beeindrucken lassen. Das 2:1 war sehr wichtig und letztlich der entscheidende Schritt. Mir hat gefallen, wie die Jungs mit dem Sieg umgegangen sind. Sie haben gefeiert, aber sie sind fokussiert geblieben. Schließlich hatten wir noch keine 100-prozentige Gewissheit, ob der Berliner AK die Zulassung für die 3. Liga beantragt hat oder nicht."

Für Bergner war es nicht der erste Aufstieg in der langen Spieler- und etwas kürzeren Trainer-Karriere. "Als Trainer empfindest du das schon anders. Die Arbeit ist viel komplexer. Du machst dir Gedanken: Wo willst du mit der Mannschaft hin, was wollen wir erreichen, setzen die Jungs deine Vorgaben um? Umso schöner ist es, wenn alles so aufgeht, wie in dieser Saison. Die 15 Siege zu Beginn haben uns sehr geholfen. Die Spieler haben gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und an das geglaubt, was wir Trainer ihnen erzählt haben."

Aufstieg, Meisterschaft, Pokalerfolg - doch es gab auch eine kritische Phase! "Das war definitiv der 9. März (Trauerbekundung für den verstorbenen Neonazi Thomas Haller, d. R.) und die Woche danach", erklärt Bergner: "Wir mussten zweimal nach Berlin. Am Dienstagabend bekamen wir die Information, dass Daniel Frahn gesperrt ist. Keiner wusste, wie lange er fehlen wird. Die Mannschaft war angeknockt. Ich habe in leere Augen geschaut. Jeder hatte mit sich selbst zu tun. Wir haben beide Spiele verloren, die Lage war kritisch. Der 1:0-Heimsieg am 23. März gegen Bautzen war unfassbar wichtig. Er war glanzlos herausgespielt, aber wir hatten den Anker gefunden und sind nicht in einen Negativlauf reingekommen."

Matti Langer (r.) trifft im Halbfinale gegen Lok nach fünf Minuten zum 1:0 und später zum 2:0. Der CFC vergeigt die Führung, muss in die Verlängerung, liegt 2:3 zurück, gleicht durch Ioannis Karsanidis aus, rettet sich ins Elfmeterschießen. Das gewinnt de
Matti Langer (r.) trifft im Halbfinale gegen Lok nach fünf Minuten zum 1:0 und später zum 2:0. Der CFC vergeigt die Führung, muss in die Verlängerung, liegt 2:3 zurück, gleicht durch Ioannis Karsanidis aus, rettet sich ins Elfmeterschießen. Das gewinnt de  © Frank Kruczynski
12. April, Nordhausen: Mit dem 2:1-Sieg bei Wacker macht der CFC den Aufstieg klar. Nach dem Schlusspfiff umarmt Trainer David Bergner seinen Kapitän und Leitwolf Dennis Grote.
12. April, Nordhausen: Mit dem 2:1-Sieg bei Wacker macht der CFC den Aufstieg klar. Nach dem Schlusspfiff umarmt Trainer David Bergner seinen Kapitän und Leitwolf Dennis Grote.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch
Die Spieler feiern nach dem hart erkämpften Sieg in Nordhausen mit den mitgereisten Fans den direkten Wiederaufstieg.
Die Spieler feiern nach dem hart erkämpften Sieg in Nordhausen mit den mitgereisten Fans den direkten Wiederaufstieg.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch
9. März, Chemnitz: In der Südkurve huldigen die Fans dem verstorbenen Neonazi Thomas Haller. Der CFC rutscht in eine tiefe Krise, verliert zwei Mal in Folge. Der Aufstieg ist für kurze Zeit in Gefahr.
9. März, Chemnitz: In der Südkurve huldigen die Fans dem verstorbenen Neonazi Thomas Haller. Der CFC rutscht in eine tiefe Krise, verliert zwei Mal in Folge. Der Aufstieg ist für kurze Zeit in Gefahr.  © Härtelpress/Harry Härtel

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