Chemnitzer Modell startet mit einer Panne

Moderne Citylink-Bahnen auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof.
Moderne Citylink-Bahnen auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof.

Das Chemnitzer Modell rollt, zumindest auf der Eisenbahnschiene: Ab Montag fährt die erste Bahn vom Chemnitzer Hauptbahnhof nach Mittweida (Mittelsachsen).

Beim Start der sowieso schon verspätet anrollenden neuen Citylink-Züge hat es allerdings eine Panne gegeben. An einem der Räder fehlte eine Markierung.

Schaulustige mussten am Montag zunächst unverrichteter Dinge wieder abziehen. 9.35 Uhr sollte der erste Citylink (Stückpreis 5 Millionen Euro) von Chemnitz nach Mittweida starten. War aber nichts.

„An einem Rad fehlte zwischen Radreifen und Radscheibe eine Markierung“, so Uwe Leonhardt (57), Geschäftsführer der City-Bahn. „Diese Markierung zeigt, das nichts rutscht.“ Der erste Citylink verließ 12.35 Uhr den Bahnhof.

Damit die Linie auch auf Tram-Gleisen bis zur Zentralhaltestelle in Chemnitz durchfahren kann, fehlt derzeit noch die Zulassung als Straßenbahn.

Ab Mai könnte das Chemnitzer Modell richtig Fahrt aufnehmen. Dann kommen die Einwohner aus dem Umland ohne Umsteigen bis in die Chemnitzer Innenstadt.

Die eingesetzten Fahrzeuge können sowohl mit Strom als auch mit Diesel betrieben werden. Auf den Gleisen der Stadt seien die so genannten Citylink-Fahrzeuge als Straßenbahn mit Stromabnehmer unterwegs, auf der Schiene als Dieseltriebwagen, so der Verkehrsverbund Mittelsachsen.

In Stufe eins des Modells sollen in den kommenden Wochen Linien nach Burgstädt und Hainichen (Mittelsachsen) in Betrieb genommen werden. In einer zweiten Stufe ist eine Verbindung nach Thalheim vorgesehen.

Das Chemnitzer Modell ist eines der wichtigsten Neubauvorhaben im öffentlichen Nahverkehr Sachsens - mit bisherigen Kosten von etwa 117 Millionen Euro.

Fotos: Maik Börner, Jan Woitas/dpa


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