Chemnitzer sammeln Deckel gegen Kinderlähmung





Gerold Münster (l.) und Manfred Wipper schütten tausende Plasteverschlüsse in 
eine Tonne.
Gerold Münster (l.) und Manfred Wipper schütten tausende Plasteverschlüsse in eine Tonne.  © Maik Börner

Chemnitz - Ein toller Moment: Drei Kinder schütten auf der Stadtfestbühne am Stadthallenpark einen Beutel Plasteverschlüsse in eine Mülltonne. 

Und freuen sich anschließend diebisch darüber. Warum? Weil sie wissen, dass sie vielleicht gerade einem anderen Kind in Afghanistan, Pakistan oder Nigeria das Leben gerettet haben.

Gerold Münster (l.) und Manfred Wipper schütten tausende Plasteverschlüsse in eine Tonne.„500 Plasteverschlüsse sind eine Impfung gegen Kinderlähmung wert“, erklärt Gerold Münster (43), Chef der Becker Umweltdienste GmbH und Mitglied des Rotaryclubs Chemnitz. 

Der Club kämpft seit 1985 gegen Kinderlähmung (Polio). In Deutschland seit den 1970er-Jahren praktisch ausgerottet, aber in Asien und Afrika noch gefährlich.

Durch den Verkauf der PET-Verschlüsse wird Geld für die Beschaffung von Impfstoff gesammelt. 2015 kamen in Deutschland 40 Tonnen im Wert von 12000 Euro zusammen. 

Durch weitere Spenden auf 36000 Euro aufgestockt, konnten dafür 1800 Kinder geimpft werden. In Chemnitz können die Plastedeckel in den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Titelfoto: Maik Börner


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