Chemnitzer sollen Paten von Grünflächen werden

Für Rabatten könnten sich auch Paten bewerben. 
Für Rabatten könnten sich auch Paten bewerben.   © Klaus Jedlicka

Chemnitz - Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete pflanzen: Chemnitzer sollen sich mehr für ihre Stadt engagieren. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet das Rathaus an einem Handlungskonzept. Das Ergebnis: nur ein paar Blätter Papier.

140 Patenschaften haben die Chemnitzer bereits für Beete, Brunnen, Bänke, Teiche und Spielplätze übernommen. 

Stadtrat Thomas Lehmann (48, Grüne) reicht das nicht: „Die Stadt muss mehr Werbung machen für bürgerschaftliches Engagement und Unterstützung anbieten.“

2008 schoben CDU und FDP „Baumpatenschaften und Grünflächenpatenschaften“ an - 2012 gab es 88 Patenschaften. 2013 legten die Grünen nach, forderten ein „Handlungskonzept für Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgern an der Grünanlagenpflege“. Die Patenschaften stiegen auf 140 an der Zahl.

Thomas Lehmann: „Das Rathaus hat seitdem in zwei dürren Vorlagen die versicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen abgeklärt. Nach zweieinhalb Jahren ist das Ergebnis unbefriedigend. Das Konzept muss her.“

Ein Grund für die Zurückhaltung beim Engagement: Baum- oder Rasenpaten müssen mit der Stadt einen Vertrag abschließen. Die Resonanz beim Bürger hinsichtlich eines Vertragsabschlusses sei gering, so das Baudezernat.

Der Töpferladen „Made by you“ an der Straße der Nationen geht nun mit gutem Beispiel voran, will eine Patenschaft für die Pflege der Hecke vor ihrem Geschäft übernehmen: „Wir stehen kurz vorm Abschluss eines Patenschaftsvertrages mit der Stadt“, sagt Mitarbeiterin Steffi Radziwolek (33).

Stadthallenpark: René Oehme (33, F.l.) vom Grünflächenamt schneidet auf der HebebühneTotholz an einer etwa 100 bis 150 Jahre alten Esche ab.
Stadthallenpark: René Oehme (33, F.l.) vom Grünflächenamt schneidet auf der HebebühneTotholz an einer etwa 100 bis 150 Jahre alten Esche ab.  © Klaus Jedlicka

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