Chemnitz versagt mit 0:2 bei Spitzenreiter Bielefeld

Tor für Bielefeld. Christoph Hemlein (nicht im Bild) erzielt den Treffer zum 2:0. Die Chemnitzer Philipp Pentke und Philip Türpitz strecken sich vergeblich.
Tor für Bielefeld. Christoph Hemlein (nicht im Bild) erzielt den Treffer zum 2:0. Die Chemnitzer Philipp Pentke und Philip Türpitz strecken sich vergeblich.

Von Thomas Nahrendorf

Bielefeld - Gott sei Dank ist das Jahr 2014 für Chemnitz beendet. Es hörte auf, wie es begann: Mit einer Auswärtsniederlage.

Im Januar unterlag der CFC mit 0:3 in Heidenheim, zum Abschluss mit 0:2 (0:1) Zuschauern bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld - es war vor 13411 Zuschauern immerhin schon die fünfte Pleite am Stück.

Sollte Chemnitz für dieses Spiel bei grausigen Wetter-Verhältnissen ein Plan gehabt haben, er muss von Egon Olsen geschmiedet worden sein. Seine Vorhaben klangen auch immer gut, gingen aber stets in die Hose.

Es kann auch sein, dass es gar keinen gab, außer einfach nur zu überleben.

Doch selbst das klappte nur kurz: 240 Sekunden hielten die Himmelblauen das 0:0, dann ließ sich Dan-Patrick Poggenberg nach einem Einwurf von Christoph Hemlein düpieren, dessen Flanke drückte Fabian Klos über die Linie.

Bielefeld bejubelt den Sieg. Für Chemnitz heißt es: Endlich Winterpause!
Bielefeld bejubelt den Sieg. Für Chemnitz heißt es: Endlich Winterpause!

Von Bielefeld kam danach nicht mehr viel, von Chemnitz aber noch weniger.

Das war uninspiriert, zaghaft, ängstlich und mit Fehlern behaftet, bei den man mit Schülermannschaften schimpfen würde. Kurzum: Es war ein Gebolze, oft kamen Zuspiele über zwei, drei Meter nicht zum Nebenmann.

Arminia-Keeper Alex Schwolow fror wie ein junger Hund. Seinem Gegenüber Philipp Pentke ging es kaum anders, weil sich die Ostwestfalen mit der Spielkontrolle begnügten.

Der Treffer von Fabian Klos war der einzige Schuss, der gefährlich auf eins der beiden Tore kam - das sagt alles über das Niveau aus.

In der zweiten Hälfte dauerte es immerhin sechs Minuten bis zum Tor. Zunächst reagierte Pentke nach einem Schuss von Tom Schütz prächtig, die anschließende Ecke bugsierte Hemlein aus dem Gewühl heraus ins Netz.

Danach waren auch die letzten CFC-Berufsoptimisten still.

Der Rest glich der erste Hälfte, die Gäste überboten sich an Harmlosigkeit, Bielefeld machte bei heftigem Regen und böigem Wind nicht mehr, als es musste.

Die Elf des erkrankten Karsten Heine, er war übrigens nicht im Stadion, kam nicht im Ansatz in die gefährliche Zone, blieb 90 Minuten ohne echte Chance. Die Auswärtstorflaute seit dem 17. September wird mit ins neue Jahr genommen.

So sangen die Bielefelder Fans fröhlich ihre Weihnachtslieder, feierten ihre Tabellenführung. Apropos Weihnachtslieder:

Der CFC hat für Sonntagabend im Hotel "Chemnitzer Hof" seine Weihnachtsfeier anberaumt. "O du Fröhliche" dürfte nicht auf dem Liederzettel stehen...

Fotos: PicturePoint


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