Acht Kinder befreit, Höhlen-Rettung unterbrochen, Taucher brauchen Pause

Chiang Rai - Seit mehr als zwei Wochen sitzen Mitglieder einer Jugend-Fußball-Mannschaft in einer thailändischen Höhle in der Falle. Obwohl sich die Befreiung als schwierig erweist, konnten am Sonntag vier Jungen gerettet werden (TAG24 berichtete).

Am Montagmorgen soll die Suche nach Vermissten fortgesetzt werden.
Am Montagmorgen soll die Suche nach Vermissten fortgesetzt werden.  © DPA

Die Familien der aus einer thailändischen Höhle geretteten Fußballer warten Berichten zufolge noch auf ein erstes Wiedersehen.

Wie der Sender Thai PBS am Montag berichtete, informierten die Behörden die Familien, sich für einen Besuch im Krankenhaus bereit zu halten.

Am Sonntag retteten Spezialtaucher vier Jungen aus der Höhle. Sie werden derzeit in einem Krankenhaus in der Stadt Chiang Rai behandelt.

Die Rettungsaktion soll am Montag fortgesetzt werden. Die Situation bleibt kompliziert. So soll der monsunartige Regen die Rettungsaktionen in den kommenden Tagen weiter erschweren.

Im Laufe der bisherigen Befreiungsmaßnahmen war in der Vorwoche ein Spezialtaucher der Navy Seals gestorben, als ihm der Sauerstoff knapp wurde (TAG24 berichtete).

Die zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer sind seit mehr als zwei Wochen in der Höhle im Norden des Landes gefangen.

Auch den Familien der noch nicht geretteten Jungen sagten die Behörden demnach, sich für Krankenbesuche vorzubereiten.

Update 8.35 Uhr: Auf die geretteten vier Jungs warten in Thailand mehrere Untersuchungen. So ist laut Bangkok Post geplant, dass sich die Kinder verschiedenen medizinischen Tests unterziehen müssen.

Update, 10.15 Uhr: In Thailand hat am Montag ein neuer Taucheinsatz zur Rettung der noch acht eingeschlossenen Jungen und ihres Trainers aus einer Höhle begonnen. Dies bestätigten die Behörden in der nahegelegenen Stadt Mae Sai.

Update, 12.15 Uhr: Laut einem Medienbericht konnte ein fünftes Kind gerettet werden. Retter sollen mindestens einen weiteren Jungen aus der Höhle in Thailand geborgen haben. Nachrichtensender CNN beruft sich dabei auf Informationen von Helfern.

Update, 12.37 Uhr: Klassenkameraden der lange in einer Höhle eingeschlossenen thailändischen Fußballspieler hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren Freunden. "Wir werden gemeinsam gegrilltes Schweinefleisch essen", sagte Pansa Sompienjai (15). Er freue sich darauf, wieder mit seinen Freunden Fußball zu spielen. "Sie sollen sich außerdem beeilen, denn wir haben sehr viele Hausaufgaben", fügte er hinzu. "Ich freue mich für die Jungen, die gestern rausgekommen sind", sagte der 14 Jahre alte Warangchit Kankaew. Er sei selbst vier Mal in der Höhle gewesen, fügte er hinzu.

Während Helfer vor Ort die anderen eingeschlossenen Personen befreien wollen, werden die Geretteten Kinder im Krankenhaus behandelt.
Während Helfer vor Ort die anderen eingeschlossenen Personen befreien wollen, werden die Geretteten Kinder im Krankenhaus behandelt.  © DPA

Update, 15.12 Uhr: In Thailand sind nach Medienberichten drei weitere Jungen aus der Höhle im Norden des Landes gerettet worden. Der öffentlich-rechtliche Sender Thai PBS zeigte am Montagabend (Ortszeit), wie zwei Hubschrauber auf dem Gelände eines Krankenhauses der Provinzhauptstadt Chiang Rai landeten.

Zuvor hatte am Montag nach Medienberichten schon ein anderer Junge die Höhle verlassen können. Damit wären acht Kinder nach mehr als zwei Wochen wieder in Sicherheit. Von offizieller Seite gab es zunächst aber nur eine Bestätigung für die Rettung von vier Jungen bereits am Sonntag.

Update 20.00 Uhr: Der Einsatz wird am Dienstag fortgesetzt, wenn die Taucher neue Kräfte gesammelt haben und auch die Versorgung mit Atemluft auf dem vier Kilometer langen Weg nach draußen sichergestellt ist.

Möglicherweise wird dann gleich versucht, die letzten fünf Eingeschlossenen zusammen herauszuholen. Offiziell gab es dafür keine Bestätigung. Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn versicherte aber, alle bislang Geretteten seien "sicher und gesund".

Ein Rettungshubschrauber steht nahe der Unglücksstelle bereit.
Ein Rettungshubschrauber steht nahe der Unglücksstelle bereit.  © Sakchai Lalit /DPA
Ein Rettungswagen verlässt das Gelände.
Ein Rettungswagen verlässt das Gelände.  © DPA / Sakchai Lalit

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